Die Ampel steht wieder auf Grün: Büchereileiterin Gerlinde Schürkmann und Mitarbeiter Dietmar Kümer freuen sich auf die Wiedereröffnung der Stadtbücherei. Allerdings mit Einschränkungen wie Korbpflicht. © Jörg Heckenkamp

Stadtbücherei in Werne öffnet wieder – mit strengen Einlasskontrollen

Die Stadtbücherei in Werne öffnet am Dienstag wieder für Besucher. Es gibt Einlasskontrollen. Wer in die Bibliothek möchte, muss einen Nachweis - etwa über einen negativen Test - vorzeigen.

Endlich wieder in neuen Büchern stöbern, endlich wieder zwischen den Regalen entlang schlendern und endlich wieder in die Bibliothek. Nach Wochen im Bestell- und Abholservice öffnet die Stadtbücherei in Werne am Dienstag (18. Mai) wieder ihre Türen.

Wer wieder vor Ort in Büchern, Zeitschriften und Co. schmökern möchte, der muss allerdings zunächst die strenge Einlasskontrolle passieren. Hinein in die Bibliothek im Alten Steinhaus dürfen nur Kundinnen und Kunden, die über einen entsprechenden Nachweis verfügen. Und zwar kurz gesagt nach dem GGG-Prinzip (Geimpfte, Genesene, Getestete).

Stadtbücherei Werne für GGG geöffnet

Dazu zählen: zweifach geimpfte Personen, die ihre letzte Impfung vor mindestens 14 Tagen erhalten haben; Genesene, deren Infektion mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt (Nachweis durch Quarantänebescheid oder PCR-Test); einfach Geimpfte mit einer überstandenen Covid-Erkrankung, die länger als sechs Monate zurückliegt (Quarantänebescheid und Impfnachweis) oder eben jene Personen, die einen negativen Corona-Schnelltest vorzeigen können. Dabei gilt nun, dass er nicht älter als 48 Stunden sein darf. Zuvor galt eine Zeit von maximal 24 Stunden.

„Wir werden vieles kontrollieren müssen. Ich bin sehr gespannt, wie das funktionieren wird und das Ganze überhaupt anlaufen wird“, erklärt Gerlinde Schürkmann. Die Leiterin der Stadtbücherei und ihr Team mussten sich wie die Leserinnen und Leser immer wieder auf neue Regeln in der Stadtbücherei einstellen.

Zuletzt war die Bücherei im März für zwei Wochen geöffnet. „Dann durften wir nur eingeschränkt öffnen, dann mussten wir wieder schließen und jetzt dürfen wir wieder unter Bedingungen öffnen. Ich bin sehr froh, dass die Kunden uns die Treue gehalten bei dem Hin und Her“, sagt die Büchereileiterin.

An Markttagen geöffnet

Nun öffnet die Bibliothek zunächst an den Markttagen (dienstags und freitags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr). Maximal zehn Personen gleichzeitig dürfen sich in der Einrichtung aufhalten. Die Besucher-Obergrenze wird mit einem Einkaufskorb und mit einer Ampel kontrolliert, erzählt Schürkmann. „Das hat bisher immer gut geklappt. Die Kunden haben sehr diszipliniert mitgemacht.“

Die Stadtbücherei wurde umfangreich saniert. Im Juni 2020 wurde das „öffentliche Wohnzimmer“ eröffnet.
Die Stadtbücherei wurde umfangreich saniert. Im Juni 2020 wurde das „öffentliche Wohnzimmer“ eröffnet. © Förderverein Stadtbücherei © Förderverein Stadtbücherei

Eine Registrierung, die weiter nötig ist, ist nun auch mit der Luca-App möglich. Nicht nutzbar sind die öffentlichen PCs, der Gamingbereich, der Kaffeeautomat und das Lese- und Arbeitszimmer.

Wer in diesen Tagen in der Bücherei stöbert, wird viele neue Medien, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jüngst einsortiert haben, finden. Darunter sind neue Reiseführer aus Deutschland, die in der Vergangenheit besonders nachgefragt wurden, wie Schürkmann erzählt.

Deutlich weniger Ausleihen

Wer den Gang in die Bibliothek noch meiden möchte, kann weiter mittwochs und donnerstags den Bestell- und Abholservice nutzen. Hier werde man wie gewohnt mit den Leserinnen und Lesern in einem Zeitfenster von jeweils zehn Minuten Termine vereinbaren, um eine möglichst kontaktarme Übergabe zu gewährleisten. 2500 Medien wurden so von 410 Personen seit April ausgeliehen. Auch die Onleihe, also die etwa 20.000 digitalen Inhalte wie eBooks oder eAudios, werde weiter gut angenommen, so Schürkmann.

Im Vergleich zu Nicht-Pandemie-Zeiten, in denen man monatlich auf etwa 10.000 Ausleihen und jährlich zwischen 36.000 und 38.000 Besuchen kommt, ist das allerdings überschaubar. Das liegt laut Schürkmann vor allem auch daran, dass sämtliche Events seit März 2020 ausgefallen sind.

Darunter etwa Termine mit Kindergärten und Schulen, aber auch Veranstaltungen wie „Werne liest“ oder „Märchenhaftes Werne“. Die Verantwortlichen hoffen, dass nach den Sommerferien wieder Termine mit den Bildungseinrichtungen möglich sind und die beiden anderen Events wie geplant im November 2021 stattfinden können.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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