Stichwahl in Werne: Irritationen über Briefwahl und Wahlbenachrichtigung

Landrats-Stichwahl in Werne

Am Sonntag (27. September) sind die Werner zur Stichwahl des Landrates aufgerufen. Vorab gibt es Irritationen über die Unterlagen zur Briefwahl und zum Wahlbenachrichtigungsschein.

Werne

, 24.09.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach der Kommunalwahl mit vier Wahlscheinen gibt es bei der Stichwahl um den Landrat am Sonntag nur einen Wahlschein auszufüllen. Irritationen gab es nun in Werne rund um die Briefwahl.

Nach der Kommunalwahl mit vier Wahlscheinen gibt es bei der Stichwahl um den Landrat am Sonntag nur einen Wahlschein auszufüllen. Irritationen gab es nun in Werne rund um die Briefwahl. © Jörg Heckenkamp (A)

Die Werner werden am Sonntag (27. September) noch einmal an die Wahlurnen gebeten. Die wahlberechtigten Bürger können an der Stichwahl zum Landrat des Kreises Unna teilnehmen. Die beiden Kandidaten Mario Löhr (SPD) und Marco Morten Pufken (CDU) treten dann im direkten Duell gegeneinander an.

Zwei Wochen nach der Kommunalwahl, bei der sich Bürgermeister Lothar Christ in Werne über seine Wiederwahl freuen durfte, können die Werner abstimmen - entweder im Wahllokal oder per Briefwahl. Um die erforderlichen Unterlagen gab es nun allerdings Irritationen, wie Wahlleiter Sven Henning erklärt.

Missverständnisse bei den Begrifflichkeiten

Offenbar gibt es Missverständnisse bei den Begrifflichkeiten Wahlschein und Wahlbenachrichtigung. „Nur wer einen Wahlschein per Briefwahl bekommen hat, kann diesen in einem beliebigen Wahllokal abgeben. Der Wahlschein ist aber nicht zu verwechseln mit der Wahlbenachrichtigung. Damit kann man nur im eigenen Wahllokal, das auf dem Wahlbenachrichtigungsschein steht, wählen gehen und kein beliebiges Wahllokal auswählen“, erklärt Henning.

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Diejenigen, die eine Briefwahl beantragt haben - entweder für die Kommunalwahl am 13. September oder die Stichwahl am 27. September - können demnach ihren Wahlschein (dort stehen die beiden Namen der Kandidaten drauf) in irgendeinem Wahllokal bis 18 Uhr abgeben. Wer keine Briefwahl beantragt hat, kann auch nur in dem auf dem Wahlbenachrichtigungsschein vorgesehenen Wahllokal wählen gehen. Erst dort erhält man dann auch den Wahlschein.

7000 Briefwähler in Werne, einige weitere kommen hinzu

Etwa 7000 Bürger hatten bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen die Briefwahl beantragt. Laut Sven Henning sind etwa 100 bis 150 weitere Briefwähler zur Stichwahl am Sonntag hinzu gekommen. Bis Freitag (17 Uhr) können Bürger noch die Briefwahl beantragen. Das ist allerdings nur noch persönlich möglich im Briefwahlbüro der Stadt im Stadthaus, Konrad-Adenauer-Platz.

Sven Henning ist der Wahlleiter in Werne.

Sven Henning ist der Wahlleiter in Werne. © Jörg Heckenkamp (A)

Auf dem postalischen Weg könnten die Wahlunterlagen ansonsten nicht mehr rechtzeitig bei den Wählern ankommen, so Henning. Wie bereits vor zwei Wochen können Briefwähler ihren Wahlschein am Wahl-Sonntag bis 16 Uhr im Rathaus abgeben. Oder eben in einem beliebigen Wahllokal in Werne.

Weitere Informationen zur Wahl in Werne gibt es unter www.werne.de


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