Störung an Tiefkühlanlage sorgt für nächtlichen Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr

Feuerwehr-Einsatz

Zu einem vermeintlichen Brand in einer Firma wurde die Freiwillige Feuerwehr mit einem Großaufgebot in der Nacht zu Montag, 14. Januar, gerufen. Am Ende entpuppte es sich als Fehlalarm.

Werne

, 14.01.2019, 11:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zu einem Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr Werne kam es in der Nacht zu Montag an der Capeller Straße. Ein Feuer ist aber gar nicht ausgebrochen.

Zu einem Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr Werne kam es in der Nacht zu Montag an der Capeller Straße. Ein Feuer ist aber gar nicht ausgebrochen. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Mit einem Großaufgebot war die Freiwillige Feuerwehr Werne am Montagmorgen, 14. Januar, bei einem Lebensmittel-Großhändler an der Capeller Straße im Einsatz. Der Löschzug 1 Stadtmitte und die Löschgruppe 4 aus Holthausen wurden gegen 3.10 Uhr mit den Stichwort „Feuer 2 - Brand in der Tiefkühlanlage“ alarmiert.

Der zuerst eintreffende Einsatzleiter erkundete mit Mitarbeitern der Firma die Situation vor Ort. Die Mitarbeiter hatten eine Rauchentwicklung im Deckenbereich des Tiefkühlraums ausgemacht. Die Brandmeldeanlage habe aber nicht ausgelöst.

„Ein Feuer gab es definitiv nicht“

Zur weiteren Erkundung der Lage wurde ein Angriffstrupp mit Atemschutz mit der Wärmebildkamera in das betroffene Kühlhaus geschickt, um die Quelle des vermeintlichen Brandrauchs zu lokalisieren.

Einen Brand konnten die Einsatzkräfte in dem Minus 18 Grad kalten Raum jedoch nicht feststellen, wie Wehrführer Thomas Temmann auf Anfrage unserer Redaktion erklärte. „Wir haben sämtliche Messmöglichkeiten mit CO2-Warnmeldern und mit einer Wärmebildkamera ausgeschöpft. Ein Feuer gab es aber definitiv nicht“, so der 52-Jährige.

Die Einsatzkräfte gehen deshalb von einer Fehlfunktion beziehungsweise Störung in der Kühlanlage aus. „Es ist ein Medium – wahrscheinlich Kältemittel – ausgetreten. Das führte zu einer Nebelbildung an der Decke“, so Temmann weiter. Giftige Gase traten demnach nicht aus. Es bestand keine Gefahr für die Mitarbeiter, so Temmann. Ein Mitarbeiter der Firma, der über Atembeschwerden durch das Einatmen des vermeintlichen Brandrauchs klagte, wurde dennoch vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

31 Einsatzkräfte vor Ort

Gegen 4 Uhr war der Einsatz der Feuerwehr beendet. Insgesamt waren sieben Fahrzeuge mit 31 Einsatzkräften vor Ort – obwohl es gar nicht gebrannt hat. „Wir fahren bei einer Firma dieser Größe lieber einmal zu viel mit mehr Leuten hin. Das ist eben unsere tägliche Arbeit. Man weiß vorher nie, wie der Einsatz aussieht“, sagte Temmann. Der bereits vorsorglich aufgebaute Löschangriff, mit dem Verteiler vorm Eingang in die Lagerhalle wurde in der Nacht zurückgebaut. Die wartenden Mitarbeiter konnten zurück in das Gebäude.

Mit der Auflage, den defekten Teil des Kühlhauses zu sperren und durch eine geeignete Wartungsfirma zu kontrollieren, übergab der Einsatzleiter die Einsatzstelle an die Haustechnik. Neben den Einsatzkräften der Feuerwehr waren der Rettungsdienst und ein Notarzt aus Werne sowie eine Polizeistreife im Einsatz.

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