Wetterdienst warnt vor Frost - Streufahrzeuge sorgen schon in der Nacht für Sicherheit in Werne

mlzWetter in Werne

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Glätte und der Baubetriebshof Werne hat schon jetzt gut zu tun. Der Aufwand für die Sicherheit ist hoch. Mitten in der Nacht gibt es erste Kontrollen.

Werne

, 21.01.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Winter ist plötzlich angekommen in Werne. Beim Blick auf das Thermometer sind in den Abend- und Morgenstunden seit Kurzem Minusgrade zu erkennen. Nun warnt auch der Deutsche Wetterdienst.

Von Dienstag, 21. Januar, um 19 Uhr bis Mittwoch, 22. Januar, um 11 Uhr warnt der Deutsche Wetterdienst vor Frost bei einer Temperatur von -1 bis -4 Grad. Um Unfälle und Verletzungen zu verhindern, rüstet sich der Werner Bauhof.

Tägliche Bereitschaft für den Winterdienst in Werne

„Bei uns gibt es jeden Tag eine Bereitschaft“, sagt Detlef Bruns, Leiter des Baubetriebshofs in Werne. Nachts ab 3 Uhr fahre ein Gruppenleiter bestimmte Punkte in Werne ab, um sich einen Überblick zu verschaffen, ob es glatt ist.

So war es auch in der Nacht zu Dienstag, 21. Januar, schon der Fall - doch bei einer Fahrt blieb es da nicht. Schuld war der dichte Nebel. Bei der ersten Kontrolle war alles in Ordnung, doch als sich der Nebel verzog, sanken die Temperaturen und durch die feuchte Fahrbahn drohte Glatteis.

„Die Kollegen sind dann letztlich doch rausgefahren, um Straßen, Fahrrad- und Gehwege zu streuen“, so Bruns. Ähnliches könnte nach der Ankündigung des Deutschen Wetterdienstes auch in der Nacht zu Mittwoch der Fall sein. Gerüstet ist der Baubetriebshof auf jeden Fall.

Zwei Silos mit insgesamt 240 Tonnen Streusalz stehen auf dem Gelände des Baubetriebshofs bereit und sind nahezu komplett gefüllt. Das liegt nicht nur am vergleichsweise milden Winter, sondern auch an einem Vertrag, den die Stadt abgeschlossen hat.

Wetterdienst warnt vor Frost - Streufahrzeuge sorgen schon in der Nacht für Sicherheit in Werne

Der Bauhof streute in der kalten Nacht von Montag auf Dienstag, 20. auf 21. Januar 2020, u. a. die Rampe hoch zum Kirchhof. © Jörg Heckenkamp

Durch einen Rahmenvertrag mit Straßen NRW gibt es neue Streusalz-Lieferungen, sobald etwa 25 Tonnen verbraucht sind. Verteilen kann die Stadt Werne das Streusalz anschließend auf fünf unterschiedliche Fahrzeuge. Drei von ihnen sind Großfahrzeuge mit Streutellern, die sich um die Werner Straßen kümmern.

Zwei weitere kleine Fahrzeuge sorgen hingegen dafür, dass Gehwege und Fahrradwege in Werne sicher befahrbar sind. Nötig war das neben der Nacht auf Dienstag besonders an einem Tag.

Am Neujahrsmorgen waren die Streufahrzeuge besonders gefragt. Auch hier war der dichte Nebel schuld an den glatten Straßen - nicht umsonst kam es an diesem Tag auch zu einem Unfall in Werne.

Über die vergangenen Jahre gab es allerdings weniger Probleme mit den Temperaturen als noch vor zehn bis elf Jahren, sagt Bruns. „Das waren extreme Winter, die wir so seitdem nicht mehr hatten.“

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