Sturm riss Bäume und Strommasten um

Feuerwehr im Dauereinsatz

Der Sturm hat auch über Werne heftig gewütet. In Lenklar hatte er mehrere Strommasten umgeknickt - die Leitungen blieben aber unter Spannungen - Lebensgefahr für die Anwohner. Die Feuerwehr war die Nacht über praktisch ununterbrochen im Einsatz.

Werne

, 10.06.2014, 10:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

  • Das Unwetter hat in Werne schwere Schäden verursacht. Straßen wurden verwüstet, Bäume stürzten um, die Feuerwehr war in der Nacht zu Dienstag im Dauereinsatz.
  • In Lenklar wurden Strommasten umgeworfen. Für die Anwohner dort bestand zwischenzeitlich Lebensgefahr.
  • Die Eurobahn wird den Bahnhof Werne bis auf Weiteres nicht anfahren.
  • Offenbar wurden keine Personen verletzt.

Unser Reporter Sebastian Reith war in Werne unterwegs und hat sich die Schäden des Sturms noch einmal angesehen. Die Bilder, die er gemacht hat, sehen Sie hier:

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Die Folgen des Sturms: Ein Tag danach

An den beiden Tagen nach den schweren Gewittern in der Nacht von Pfingstmontag auf Dienstag hieß es auch in Werne: Aufräumen. Mitarbeitertrupps des Bauhofs zerlegten Bäume und sammelten dicke Äste auf. Wegen schlechten Wetters kam der Hubwagen allerdings noch nicht zum Einsatz. Vorsorglich sperrte die Stadt daher einen Spielplatz im Haferfeld, da ein Ast herabzustürzen drohte. Am Donnerstag soll der Spielplatz aber wieder freigegeben werden. Im Stadtpark lag auch gestern Mittag noch eine Birke auf dem Fußgängerweg neben der Hornemündung in den Stadtsee. Ganze Arbeit hatte der Sturm auch an der Lünener Straße geleistet. Hier knickten gleich mehrere Bäume um und rissen Strommasten um.
11.06.2014
/
In das braune Wasser der Horne ist ein Baum gekippt.© Foto: Sebastian Reith
Vor der Freilichtbühne liegen Äste herum. Christoph Bergmann von der Freilichtbühne hat eine Aufräumaktion vor der nächsten Vorstellung angekündigt.© Foto: Sebastian Reith
Vor dem Eingang zur Freilichtbühne lag bis heute Morgen noch eine Birke. Der Bauhof hat den Stamm bereits zerlegt.© Foto: Sebastian Reith
Am Stadtsee steht ein Baum, bei dem in der Höhe ein dicker Ast angeknickt ist, aber nicht heruntergefallen ist. Die Arbeiten erledigt der Bauhof morgen.© Foto: Sebastian Reith
Im Hornebach liegen dicke Äste mit Blättern.© Foto: Sebastian Reith
Im Stadtpark liegt dieser mehrere Meter langer Kastanien-Ast.© Foto: Sebastian Reith
Am Stadtsee liegt auch noch eine abgeknickte Birke.© Foto: Sebastian Reith
Am Stadtsee liegt auch noch eine abgeknickte Birke.© Foto: Sebastian Reith
Am Stadtsee liegt auch noch eine abgeknickte Birke.© Foto: Sebastian Reith
Eine Scheibe ging während des Sturms am Weischer-Neubau in der Steinstraße zu Bruch.© Foto: Sebastian Reith
Der Spielplatz im Haferfeld ist gesperrt. Ein Ast droht herunterzufallen.© Foto: Sebastian Reith
Der Spielplatz im Haferfeld ist gesperrt. Ein Ast droht herunterzufallen.© Foto: Sebastian Reith
Auch Strommasten waren durch umgekippte Bäume in Mitleidenschaft gezogen worden.© Foto: Sebastian Reith
An der Lünener Straße hat sich ein Baum quer über ein Strohlager gelegt.© Foto: Sebastian Reith
An der Lünener Straße hat sich ein Baum quer über ein Strohlager gelegt.© Foto: Sebastian Reith
An der Lünener Straße hat sich ein Baum quer über ein Strohlager gelegt.© Foto: Sebastian Reith
An der Lünener Straße hat sich ein Baum quer über ein Strohlager gelegt.© Foto: Sebastian Reith
Auch Strommasten waren durch umgekippte Bäume in Mitleidenschaft gezogen worden.© Foto: Sebastian Reith
Auch Strommasten waren durch umgekippte Bäume in Mitleidenschaft gezogen worden.© Foto: Sebastian Reith
An der Lünener Straße hat sich ein Baum quer über ein Strohlager gelegt.© Foto: Sebastian Reith
Auch Strommasten waren durch umgekippte Bäume in Mitleidenschaft gezogen worden.© Foto: Sebastian Reith
Eine Scheibe ging während des Sturms am Weischer-Neubau in der Steinstraße zu Bruch.© Foto: Sebastian Reith
Schlagworte

Die Lage normalisiert sich langsam. Die

fährt seit Mittwochmorgen wieder zwischen Dortmund und Münster, also auch durch Lünen.

Die RB 50 von Münster nach Dortmund fahrbar

— eurobahn (@eurobahn_info) 

Wie es in einer Pressemitteilung der 

 heißt sind auf der Linie RB 50 die Streckenbereiche Münster-Henn und Münster-Lünen bis auf Weiteres gesperrt.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Spuren des Pfingst-Sturms in Werne

Am Pfingstmontag tobte ein verheerender Sturm über Nordrhein-Westfalen. Auch in Werne hat das Unwetter Spuren hinterlassen.
10.06.2014
/
Ein Baum war auf die Bushaltestelle an der Werner Straße/ Feldstraße gefallen.© Foto Helga Felgenträger
Ein Baum war auf die Bushaltestelle an der Werner Straße/ Feldstraße gefallen.© Foto Helga Felgenträger
Eine große Verwüstung hat das Unwetter im Biergarten der Gaststätte Am Galgenbach ausgelöst.© Foto Helga Felgenträger
Eine große Verwüstung hat das Unwetter im Biergarten der Gaststätte Am Galgenbach ausgelöst.© Foto Helga Felgenträger
Eine große Verwüstung hat das Unwetter im Biergarten der Gaststätte Am Galgenbach ausgelöst.© Foto Helga Felgenträger
Eine große Verwüstung hat das Unwetter im Biergarten der Gaststätte Am Galgenbach ausgelöst.© Foto Helga Felgenträger
Eine große Verwüstung hat das Unwetter im Biergarten der Gaststätte Am Galgenbach ausgelöst.© Foto Helga Felgenträger
Eine große Verwüstung hat das Unwetter im Biergarten der Gaststätte Am Galgenbach ausgelöst.© Foto Helga Felgenträger
Eine große Verwüstung hat das Unwetter im Biergarten der Gaststätte Am Galgenbach ausgelöst.© Foto Helga Felgenträger
Eine große Verwüstung hat das Unwetter im Biergarten der Gaststätte Am Galgenbach ausgelöst.© Foto Helga Felgenträger
Eine große Verwüstung hat das Unwetter im Biergarten der Gaststätte Am Galgenbach ausgelöst.© Foto Helga Felgenträger
Eine große Verwüstung hat das Unwetter im Biergarten der Gaststätte Am Galgenbach ausgelöst.© Foto Helga Felgenträger
Eine große Verwüstung hat das Unwetter im Biergarten der Gaststätte Am Galgenbach ausgelöst.© Foto Helga Felgenträger
Am Kirchplatz in Stockum mussten die Feuerwehrmänner die abgebrochenen Äste aus der Baumkrone holen.© Foto Helga Felgenträger
Am Kirchplatz in Stockum mussten die Feuerwehrmänner die abgebrochenen Äste aus der Baumkrone holen.© Foto Helga Felgenträger
Am Kirchplatz in Stockum mussten die Feuerwehrmänner die abgebrochenen Äste aus der Baumkrone holen.© Foto Helga Felgenträger
Komplett entwurzelt und umgefallen ist ein Baum an der Klöcknerstraße.© Foto Helga Felgenträger
© Foto Helga Felgenträger
Der Blitz schlägt ein - so sah es am Montagabend in Werne-Stockum aus. Von der Werner Straße aus und mit Blick auf das Gersteinwerk.© Foto: Matthias Bolesta
Viel dunkler als sonst: Leserin Carolin Wierling hat uns dieses Foto geschickt.© Foto: Carolin Wierling
Dieses Foto hat uns Marcella Leo zugeschickt. Es wurde über den Dächern vom Köttersberg aufgenommen.© Marcella Leo
Noch kein blauer Himmel über den Dächern vom Köttersberg in Werne.© Marcella Leo
Graue Wolken am Himmel: düstere Aussicht am Köttersberg in Werne.© Marcella Leo
Schlagworte

Der Sturm hat nicht nur Bäume umgerissen. In Lenklar hat er über eine Länge von 30 bis 40 Metern hölzerne Strommasten umgeknickt. Die Stromleitung blieb dabei unter Spannung. Das bedeutet Lebensgefahr. Die Bewohner der dahinter liegenden Häuser durften daher ihre Wohnungen bis zum Eintreffen des Stromversorgers RWE nicht verlassen - das dauerte zwei bis drei Stunden.

„Das war wohl der spektakulärste Einsatz“, sagt Thomas Temmann, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Werne, „aber längst nicht der einzige“. Um 22.12 Uhr, kurz nach Beginn des Gewittersturms, sei der erste Einsatz erfolgt: ein umgeworfener Baum in Stockum. Danach folgten etwa 20 weitere Alarmierungen: Bäume auf der Straße, Äste auf der Straße, ein abgedecktes Wellblechdach von einer Industriehalle, umgeworfene Verkehrsschilder. Ein Bild von der Feuerwehr im nächtlichen Einsatz machte Twitter-User @Nicinai  

jetzt sammelt die Feuerwehr auf der Mühlenstraße in Werne-Stockum die herunter gekommenen Äste von der Straße pic.twitter.com/0lYkVuQ9Ai

— Nicolai Roerkohl (@Nicinai)

„Gegen 1 Uhr konnten wir die ersten Kameraden nach Hause schicken, die am nächsten Morgen arbeiten mussten“, so Temmann. Für die Kollegen blieb aber auch in den frühen Morgenstunden noch genug zu tun. „Und um 6.30 Uhr folgte der erste neue Alarm.“ Dennoch: „Es hätte noch schlimmer kommen können“, urteilt Temmann. Weil es nicht so stark geregnet habe, hätte die Wehr kaum Keller auspumpen müssen. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt