Dietmar Wurst (l.) und Toni Tuklan zeigen einige der gespendeten Trikots - darunter auch ausrangierte Exemplare vom BVB. Bald soll der Transport der gespendeten Sportartikel nach Afrika stattfinden. © Jörg Heckenkamp (A)
Spendenaktion für Afrika

Tausende Trikots für Afrika: Reicht kleiner Container für Aktion überhaupt aus?

Bälle, Schuhe und Tausende ausrangierte Trikots haben die beiden Werner Dietmar Wurst und Toni Tuklan für ihre Spendenaktion erreicht. Nun planen sie den Transport nach Afrika, der bald starten soll.

Trikots, die niemand mehr anzieht oder die nie gebraucht wurden. Viele Vereine in Deutschland – egal ob Profi- oder Amateurklub – verfügen über Sportartikel, die nicht mehr zur Verwendung kommen. Oft liegen die Sportklamotten im Schrank und verstauben. Ein Unding für die beiden Werner Dietmar Wurst und Toni Tuklan. Deshalb haben sie die Spendenaktion „Glücklich geht einfach“ im Sommer 2020 ins Leben gerufen.

Damit geraten ausrangierte Sportartikel nicht in Vergessenheit, sondern werden stattdessen an bedürftige Kinder und Jugendliche in Afrika gespendet. Bald schon sollen die vielen Spenden – es sind allein zwischen 7000 bis 10.000 Trikots – auf die Reise nach Nigeria gehen.

Sportartikel-Spenden sollen bald nach Afrika geschickt werden

Derzeit laufen Gespräche, wann der Seecontainer zunächst am Lager an der Regenbogenschule in Bergkamen aufgebaut und später dann verschifft werden kann. Zunächst hatte Dietmar Wurst, Vorsitzender des SuS Rünthe, einen Transport ab Anfang März geplant. „Das ist ziemlich unrealistisch. Es wird wohl eher Mitte März werden“, sagt Wurst.

Zudem muss erst einmal die Größe des Seecontainers, der bestellt wird, geklärt werden. So gab es nun die berechtigte Frage des zuständigen Spediteurs, wie Dietmar Wurst erzählt: „Er hat gefragt: ‚Bist du wirklich sicher, dass ihr mit einem 20-Fuß-Container auskommt?‘“ Ein Container von einer Größe einer Garage könnte gerade ausreichen, wie Dietmar Wurst erklärt.

Vielleicht aber, so der Initiator weiter, könnte man aber auch einen doppelt so großen Container bestellen. Das ist allerdings auch eine Kostenfrage. Mindestens 5000 Euro kostet das Verschiffen mit dem Seecontainer. Auch allein für den Transport kamen mittlerweile Spendengelder in Höhe von 4000 Euro zusammen, erzählt Dietmar Wurst.

Um besser für den Transport planen zu können, wurde die Spendenaktion der ausrangierten Sportartikel nun eingestellt. Jüngste Anfragen erreichten die beiden Initiatoren noch aus Österreich und von einem Verein an der Ostsee. In Hannover soll für die Spendenaktion „Glücklich geht einfach“ noch ein Charity-Lauf veranstaltet werden, erzählt Dietmar Wurst. Bald aber müssen die beiden Initiatoren einen Schlussstrich ziehen, um den Container füllen zu können.

Darüber hinaus soll auch ein Teil der gespendeten Sportartikel persönlich verteilt werden. Dazu steht Toni Tuklan, Reggaemusiker aus Werne und gebürtig aus Nigeria, im engen Kontakt mit den Behörden und Vereinen vor Ort. Weil die Übergabe mit Turnieren und Sportveranstaltungen an mehreren Standorten geplant ist, muss sich die Corona-Lage zunächst entspannen. Die Spenden sollen abhängig davon mit dem Seecontainer bereits in Richtung Afrika geschickt werden.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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