Tempo 50 ist Anwohnern zu schnell

WERNE Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Das galt in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, der am späten Dienstagnachmittag im Gersteinwerk tagte, gleich für zwei Themen: Tempo 30 in der Hermann-Löns-Straße und die DSL-Versorgung in Horst.

von Von Rudolf Zicke

, 30.01.2008, 07:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tempo 50 auf der Hermann-Löns-Straße ist den Anwohnern zu schnell.

Tempo 50 auf der Hermann-Löns-Straße ist den Anwohnern zu schnell.

Für die Hermann-Löns-Straße unterbrachen die Politiker sogar die Sitzung, um Anlieger zu Worte kommen zu lassen. Diese artikulierten erneut ihr Unverständnis darüber, dass in ihrer Straße gut zwölf Jahre lang Tempo 30 gegolten habe, nun aber wieder 50 km/h erlaubt seien. Die Anwohner sehen sich, vor allem ältere Menschen und Kinder, durch rasende Autos gefährdet.

Ein erhöhtes Risiko vermag die Verkehrsabteilung der Stadtverwaltung dagegen nicht zu erkennen. Auf der Basis der Straßenverkehrsordnung, das erklärte Abteilungsleiter Dr. Ralf Wagner, habe man nach Fertigstellung des Süd-Stichs der Nordwestumgehung als Zufahrt zum Gewerbegebiet Wahrbrink in der Löns-Straße wieder Tempo 50 einführen müssen. Der Ausschuss nahm zwar die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis; gleichzeitig beschloss er, sich vor Ort ein Bild der Situation zu machen - mit der Option auf Erneuerung von Tempo 30.

Eine Frage bleibt offen: DSL für Horst?

Offen ist auch noch die Frage, ob Horst künftig schnelle DSL-Internetzugänge erhält. Der Deutschen Telekom ist nach eigenen Angaben die Investition für DSL-Anschlüsse in Horst unwirtschaftlich - es sei denn, die Stadt würde sich an den Kosten beteiligen.

Die aber steckt bekanntlich selbst in Finanznöten; eine Kostenbeteiligung in einer Größenordnung von bis zu 460 000 Euro komme nicht in Frage, so Baudezernentin Monika Schlüter.

Allerdings, das berichtete DSL-Verfechter Thomas Wieck, erstelle die Telekom gerade ein günstigeres Angebot. Außerdem seien die Anwohner bereit, sich an den Investitionen zu beteiligen. Sobald die neuen Zahlen vorliegen, will die Stadt prüfen, inwieweit sie den Horstern helfen kann.

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