Theodor Brüggemann hört auf: Gärtnermeister verkauft nicht mehr auf dem Wochenmarkt

Wochenmarkt

„Blumen Theo“verabschiedet sich vom Werner Wochenmarkt und hinterlässt eine Lücke. Die Stadt sucht schon nach einem Nachfolger und rechnet mit weiteren Rückzügen in den kommenden Jahren.

Werne

, 10.02.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Theodor Brüggemann hört auf: Gärtnermeister verkauft nicht mehr auf dem Wochenmarkt

Theo Brüggemann war ein bekanntes Gesicht auf dem Werner Markt. © Karolin Mersch (A)

Der Werner Wochenmarkt verliert eine Institution: Gärtnermeister Theodor Brüggemann zieht sich mit seinem Stand für Blumen und Pflanzen zurück. Das bestätigte der 63-Jährige auf Anfrage dieser Redaktion. Mehr wollte er zu diesem Thema allerdings nicht sagen.

Damit verbleiben nur noch zwei Anbieter von Pflanzen auf dem Wochenmarkt. Doch geht es nach Veranstaltungsmanager David Ruschenbaum, soll sich das so schnell wie möglich wieder ändern.

Suche nach dem Nachfolger läuft mehrgleisig

„Wir sind auf der Suche nach einem Nachfolger“, sagt Ruschenbaum. Einen Eins-zu-eins-Ersatz habe man noch nicht gefunden. „Von heute auf morgen bekommen wir das auch nicht hin.“

Die Nachfolgersuche läuft dabei mehrgleisig. Einerseits stehe man im Austausch mit anderen Kommunen, um nachzuhören, ob dortige Marktbeschicker Interesse haben. Andererseits steht man im Kontakt zu den Werner Wochenmarkt-Anbietern, die ihre Fühler ausstrecken sollen.

Erste Gärtnerei sagt Nachfolge ab

„Wir achten auf hohe Qualität, adäquate Anbieter und ansprechende Stände“, so Ruschenbaum. Gedanken gemacht, ob man den Platz von „Blumen Theo“ auf dem Markt einnimmt, hat sich auch die Gärtnerei Willi Klönne, die auch in Dortmund auf dem Wochenmarkt steht.

„Mein Sohn hat sich das kurzfristig überlegt, es dann aber wieder verworfen“, sagt Christel Klönne. „Das schaffen wir einfach nicht zusätzlich zu unseren Markttagen in Dortmund.“

Erste Angebote für Nachfolge von „Blumen-Theo“ liegen vor

Kann man keinen Anbieter aus dem Bereich Pflanzen für sich gewinnen, ist man auch offen für andere Angebote, sagt Ruschenbaum: „Da schauen wir uns parallel um.“ Erste Angebote aus anderen Bereichen sollen sogar schon auf dem Tisch liegen.

Mit Brüggemann wird sich allerdings auch nicht der letzte Anbieter des Wochenmarktes zurückziehen. Abmeldungen gebe es aktuell zwar keine weiteren, doch Ruschenbaum ist sich bewusst, dass aufgrund des Alters bald auch andere Beschicker in den Ruhestand gehen könnten.

Das Problem: Der Nachwuchs fehlt. Ruschenbaum sorgt deshalb bereits vor und versucht bestehende Kontakte zu pflegen. „Manchmal haben auch die Anbieter selbst eine Idee für den Nachfolger.“ Denn eins steht für Ruschenbaum fest: Das Angebot mit 26 Marktbeschickern soll in Werne Bestand haben.

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