Bekannter Werner stirbt bei Verkehrsunfall auf der B54 bei Herbern

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Die Hintergründe für den Unfalltod auf der B54 am Montag kurz vor Herbern bleiben weiterhin unklar. Dagegen ist bekannt geworden, dass es sich bei dem Opfer um einen bekannten Werner handelt.

Werne, Herbern

, 28.05.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Tage nach dem tragischen Unfalltod eines 57 Jahre alten Werners auf der B54 zwischen Ascheberg und Herbern ist weiterhin unklar, was die Ursache dafür war. Fest steht laut Polizei, dass der Mann gegen 13 Uhr auf dem geraden Fahrbahnabschnitt nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, über die dortige Grasnarbe und den Fahrradweg gefahren und frontal gegen einen Baum gefahren ist.

Bei dem Opfer handelt es sich um den bekannten Werner Journalisten Thomas Wegener. Bis Ende des Jahres war er Leiter der Redaktion des Wochen-Anzeigers „Werne am Sonntag“. Das Blatt wurde Ende 2019 eingestellt. „Er hing mit ganzem Herzen an ‚Werne am Sonntag‘ und an der Stadt Werne“, sagt sein Bruder Andreas Wegener (48), ebenfalls Journalist.

Thomas Wegener stammt aus einer Journalisten-Familie

Thomas Wegener stammt aus einer Journalisten-Familie. Sein 2013 gestorbener Vater Rolf war Redakteur beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Bruder Andreas ist Redakteur bei der Bild-Zeitung. „Ich habe einige Zeit in der Redaktion von ‚Werne am Sonntag‘ gearbeitet, bevor mein Bruder Thomas im Jahre 1999 die Redaktion übernommen hat.“

Thomas Wegener ist in Hamm geboren, hat die weitaus meiste Zeit seines Lebens in Werne gewohnt. Jahrzehnte in Horst, zuletzt in der Nähe der Werner Innenstadt. Der Gestorbene war unverheiratet und hinterlässt keine Kinder. „Er hat ganz für seinen Beruf und für Werne gelebt“, erzählt sein Bruder. Gerade hatte Thomas Wegener mit einem weiteren Werner Journalisten ein Online-Nachrichtenprojekt ins Leben gerufen.

20 Jahre für „Werne am Sonntag“ gearbeitet

Der Gestorbene hat in 20 Jahren „Werne am Sonntag“ zum viel beachteten Wochenblatt gemacht. Saubere und fehlerfreie Artikel waren dem studierten Germanisten wichtig. Ebenso wie der Kontakt zu den Menschen „seiner“ Stadt. Ob beim Gang durch die Fußgängerzone oder bei den zahlreichen Terminen, auch am Abend, die der unermüdliche Redakteur besuchte.

Auf Anfrage unserer Redaktion hieß es, dass es vor Ort offensichtlich keine Bremsspuren auf der Fahrbahn gegeben habe. „Wie schnell der Mann unterwegs war, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, sagt Pressesprecher Sascha Kappel von der Polizei in Coesfeld. „Da sind technische Auswertungen nötig.“

Polizei-Untersuchung zum Unfalltod dauert an

Wie lange die Ermittlungen in diesem Fall noch dauern, ist laut Polizei zum jetzigen Zeitpunkt offen. Die Dauer der Ermittlungen sei bei jedem Unfall individuell. „Der ganze Umstand des Unfalls muss nachgeschaut werden. Das Wrack liegt vor, die Indizien liegen vor. Wir müssen schauen, woran es liegt, dass er nach rechts von der Fahrbahn abgekommen ist“, so Kappel.

Die Beisetzung von Thomas Wegener findet wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie im kleinen Kreis auf dem Friedhof in Werne-Horst statt.

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