Mit der Hannibal-Pumpe ins Fernsehen: THW Werne spielt Rolle in WDR-Reportage

Technisches Hilfswerk

So schnell kann’s gehen: Eigentlich sollte es ein normaler Dienst des Technischen Hilfswerkes werden, da kam die Anfrage des WDR. Die Ortsgruppe Werne ist bald in einer TV-Reportage zu sehen.

Werne

, 22.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Mit der Hannibal-Pumpe ins Fernsehen: THW Werne spielt Rolle in WDR-Reportage

THW-Gruppenführer Marcel Drüker (r.) erklärt dem WDR-Team die Arbeitsweise der Wasserpumpe „Hanibal“. © Bernd Warnecke

Ein Drehteam des WDR-Fernsehens dokumentierte am Samstag, 20. Juni, einen Diensttag des Technischen Hilfswerks Werne (THW). Bereits um 8 Uhr morgens reiste das Team vom Landesstudio Düsseldorf an, um über die Arbeit des THW zu berichten.

„Zentrales Thema des Drehs waren die Problematiken Waldbrandgefahr, Dürre und Hochwasser“, so WDR-Aufnahmeleiter Fritz Spengart, der mit Kamerafrau Petra Domreg und Tontechniker Martin Ratki die zwölfköpfige Gruppe des THW Werne an der Marina in Rünthe begleitete.

Szenario für Aufnahmen konstruiert

„Es kam die Anfrage vom Landesverband und wir hatten am gewünschten ersten Drehtag für die Reportage zufällig Dienst“, beschreibt THW-Helfer Michael Wolfram das Zustandekommen des ungewöhnlichen Dienstes mit Filmteam.

Das THW rückte also mit der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen um Gruppenführer Marcel Drüker zu einem fiktiven Szenario am Hafen in Rünthe aus, um die Feuerwehr bei einem Brand zu unterstützen.

„Pumpe aufstellen, Schläuche ausrollen, Wasserbasseng aufbauen“, gab Drüker schnell die Kommandos. Dabei ist beim THW eigentlich keine Eile geboten. „Wir haben unterstützende Funktion und sind nicht so schnell vor Ort, wie die Feuerwehr“, so Jürgen Prochnow, THW-Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit, der über die technischen Leistungen der Pumpe „Hannibal“ berichtete.

Mit der Hannibal-Pumpe ins Fernsehen: THW Werne spielt Rolle in WDR-Reportage

Die Männer vom THW bei der Arbeit. © Bernd Warnecke

Pumpe befördert 5000 Liter pro Minute

5000 Liter in der Minute befördert die Pumpe aus dem Kanal durch die F-Schläuche mit 150 Millimeter Durchmesser in ein großes, 300 Meter entferntes Wasserbecken, aus dem sich die Feuerwehr im Notfall bedienen könnte.

Und solche Technik braucht es auch, wenn es zum Ernstfall kommt, wie Prochnow am Samstag berichtete. Das THW habe im vergangenen Jahr drei große Einsätze gehabt: „Wir waren bei einem Wasserrohrbruch in Bergkamen nahe der Bayer AG, beim Großbrand der GWA in Bönen und bei einem Moorbrand in Meppen.“

Und neben der Technik brauche man für solche Einsätze natürlich auch Personal. Hier sieht Prochnow die Truppe insgesamt gut aufgestellt, wenngleich ein paar Nachwuchskräfte gut täten.

„Aus Mangel an Nachwuchskräften hat man die Altersgrenze von 60 Jahren schon abgeschafft“, so Prochnow, der vom Alter her ehrenamtlicher Helfer in der Ehrenabteilung wäre: „Aber so lange man fit ist, kann man bei uns mitmachen.“

Reportage wird am 9. September ausgestrahlt:
  • Das THW Werne hat insgesamt 50 aktive Helfer, die demnächst „Einsatzkräfte“ heißen, davon 22 Jugendliche. Als eine der wenigen Ortsgruppen hat Werne auch eine Ehrenabteilung.
  • Die Dienstabende des THW sind immer mittwochs ab 19 Uhr.
  • Ausgestrahlt wird die WDR-Reportage „Unterwegs im Westen“, mit einem Werner Anteil von circa sechs Minuten, am Montag, 9. September, im Vorabendprogramm.
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