Tierärztin sagte aus: Abgemagerte Pferde

Mordfall Elsbeth B.

Im Prozess um den grausigen Pferdestall-Tod der Wernerin Elsbeth B. hat eine Tierärztin am Freitag ihre Beobachtungen auf dem Hof beschrieben. An den Umgang der 65-jährigen Hofbesitzerin mit ihren Pferden erinnerte sich die Veterinärin so: "Rau, aber herzlich."

WERNE/DORTMUND

von Von Werner von Braunschweig

, 07.10.2011, 16:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spurensicherung und Veterinäre untersuchten auf dem Hof der ermordeten Elsbeth B. auch die Pferde.

Spurensicherung und Veterinäre untersuchten auf dem Hof der ermordeten Elsbeth B. auch die Pferde.

Nach Angaben der vernommenen Veterinäramts-Leiterin stand der Hof in Horst schon länger unter Beobachtung. Der übergroße Tierbestand (15 Pferde, 43 Rinder) habe mit dem Ziel „die Arbeit schaffbar zu machen“ drastisch reduziert werden müssen. Die Tiere seien „ungepflegt“ und „mäßig“ ernährt gewesen.Bis Juli 2010 habe es regelmäßig Kontrollen gegeben, etappenweise seien Tiere verkauft worden – bis auf zuletzt sieben Pferde. Schläge von Elsbeth B. gegen ihre Tiere, wie zuletzt von Zeugen beschrieben, hat die Ärztin bei den Hofbesuchen nie beobachten können. Im Juni sei dann aber eine offizielle Beschwerde von Monika D. beim Kreis Unna eingegangen. Die Zeugin: „Da dachten wir eigentlich, wir wären schon aus dem Gröbsten raus.“ Der Prozess wird fortgesetzt.   

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