Atemnot, Entzündungen und Ausschlag: 7 Tipps für Hund und Katz gegen Gift-Raupe

mlzEichenprozessionsspinner-Tipps

Der Eichenprozessionsspinner ist eine wahre Plage. 15 Betroffene tauchen täglich pro Arztpraxis in Werne auf. Doch auch Tiere leiden unter den Folgen - und sind noch gefährdeter.

Werne

, 11.07.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Runde spazieren, einmal die Augen abgewandt und schon kann es passiert sein. Auch Tiere leiden unter dem Eichenprozessionsspinner. Doch wie kann man sie schützen und was muss man beachten?

Die Werner Tierärztin Stefanie Mors hat Tipps, um den Kontakt mit der giftigen Raupe zu verhindern, zeigt, wie Sie allergische Reaktionen erkennen und was Sie dagegen tun können:

1. Wie können Eichenprozessionsspinner eine Allergie bei Tieren auslösen?

Ihr Fell schützt Tiere auf den ersten Blick gut vor Einwirkungen vor außen. So ist es auch bei den Haaren der Eichenprozessionsspinner, die Allergien auslösen können. Bei Tieren liegt die Gefahr im Mundraum.

Kommen Hund, Katze und Co. mit ihrem Maul mit den Haaren in Berührung, kann es schlimm ausgehen. Besonders schlimm ist es, wenn die Haare in den Mundraum des Tiers gelangen oder sogar verschluckt werden.

2. So erkennen Sie eine allergische Reaktion gegen den Eichenprozessionsspinner bei Hund und Katze:

Tiere können ganz unterschiedlich auf die Haare des Eichenprozessionsspinners reagieren. Beginnt ein Tier zu speicheln oder will nicht mehr essen, kann das ein klarer Hinweis auf Schmerzen sein.

„Auch an einem feuerroten Mundraum und Rachen können Tierhalter eine allergische Reaktion erkennen“, so Mors. Hochgradige Entzündungen an der Schnauze, den Augen oder in der Mundhöhle sind die Folgen einer allergischen Reaktion. Pferde können auch Quaddeln bekommen. Sogar Atemnot ist durch die Haare des Eichenprozessionsspinners bei Tieren möglich.

3. So sollten Sie bei einer allergischen Reaktion reagieren:

Vermuten Halter eine allergische Reaktion bei Tieren, muss schnell gehandelt werden. Einerseits kann man zunächst Erste Hilfe leisten: Das Tier beruhigen und wenn möglich Mund und Fell mit Wasser ausspülen.

Die optimale Lösung hat im Notfall der Tierarzt parat, den Tierhalter ansteuern sollten. Besonders bei Atemnot ist schnelles Handeln nötig.

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4. So behandeln Tierärzte allergische Reaktionen:

Tierärzte entscheiden von Fall zu Fall, was zu tun ist. Typischerweise nutzen Tierärzte Kortison-Injektionen, Schmerzmittel und evtl. sogar Antibiotika, um die allergische Reaktion bei Hund, Katze und Co. in den Griff zu bekommen.

5. Tipps für den Auslauf:

Es muss gar nicht erst so weit kommen, dass Tiere beim Auslauf mit den Haaren des Eichenprozessionsspinners in Berührung kommen. Beim Auslauf mit dem Hund gilt: den Vierbeiner an der kurzen Leine halten, um Kontrolle zu haben.

Die Tiere erkennen nicht, dass der Eichenprozessionsspinner für sie eine Gefahr darstellt und es ist ihnen auch kaum zu vermitteln. Deswegen müssen Halter ein offenes Auge haben.

Freilaufende Katzen hat man noch weniger im Griff als Hunde. Nach dem Auslauf gilt es deshalb das Fell zu untersuchen und mit einem feinen Kamm auszubürsten.

6. Fell ist Schutz und Gefahr zugleich:

Das Fell ist für die Tiere zwar ein Schutz vor Einwirkungen von außen, aber auch eine Gefahr. So sammeln sich beispielsweise die Haare des Eichenprozessionsspinners dort. Lecken sich die Tiere ab, können die Haare ins Maul geraten. Deshalb gilt: Immer gut nach dem Auslauf das Fell kontrollieren.

7. Schützen Sie sich selbst vor dem Eichenprozessionsspinner:

Bei der Fell-Kontrolle sollten Tierhalter aber auch die eigene Gesundheit im Auge behalten - denn auch sie können allergisch reagieren, wenn sie die Haare des Eichenprozessionsspinners berühren. Mors empfiehlt: Handschuhe tragen.

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