Transfergesellschaft will Kräfte von AB Elektronik weitervermitteln

WERNE Der Automobilzulieferer AB Elektronik hat 225 Mitarbeiter entlassen. Ihnen wurde die Übernahme in eine Transfergesellschaft angeboten. Was das bedeutet, erklärte Karin Theine von der TraQ (Transfer- und Qualifizierung Hellweg – Sauerland) im Gespräch mit RN-Redakteur Rudolf Zicke.

von Von Rudolf Zicke

, 19.03.2009, 18:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Transfergesellschaft will Kräfte von AB Elektronik weitervermitteln

Karin Theine von der Transfergesellschaft TraQ.

Unser Ziel ist es, die Menschen in dem einen Jahr in der Transfergesellschaft so zu qualifizieren, dass sie einen neuen Arbeitsplatz finden und nicht in die Arbeitslosigkeit fallen.

Zunächst führen wir persönliche Profiling-Gespräche zur Standortbestimmung. D.h. wir versuchen herauszufinden, wo jeder Einzelne steht, was er gelernt hat, wie er sich seine Zukunft vorstellt. Danach wird eine individuelle Strategie aufgebaut. Wir führen Bewerbungstrainings durch und organisieren eine passgenaue Qualifizierung. Uns kommt dabei zugute, dass wir über ein Netzwerk aus Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gewerkschaften, und zwar hier in der Region, verfügen.

Das kann man angesichts der schwierigen Wirtschaftslage zurzeit schwer sagen. Im vergangenen Jahr haben jedenfalls wir 74 Prozent der Menschen wieder in Arbeit gebracht. Das ist eine Quote deutlich über dem Landesdurchschnitt. Und wovon leben die ehemaligen AB-Mitarbeiter, wenn sie in die Transfergesellschaft wechseln? Theine: Wenn sie kinderlos sind, erhalten sie von der Agentur für Arbeit 60 Prozent, mit Kindern 67 Prozent des bisherigen Nettolohns. Die AB-Unternehmensleitung hat sich aber bereit erklärt, dieses Transferkurzarbeitergeld auf 80 bzw. 87 Prozent aufzustocken.

Wir möchten niemanden unter Druck setzen; deshalb haben die Betroffenen bis zum Ende dieses Monats Zeit, den Vertrag zu unterschreiben.

Ja, wir haben auf dem Zechengelände Büroräume angemietet; außerdem gibt es für Auswärtige noch eine Anlaufstelle in Hamm.

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