Leere Ränge in der Freilichtbühne Werne: Für die Mitglieder geht ein schwieriges Jahr zu Ende. © Mario Bartlewski
Veranstaltungen in Corona-Krise

Trauriger Abschluss: Freilichtbühne in Werne muss erneut Krimi-Stück verschieben

Die neue Coronaschutzverordnung hat die Verantwortlichen der Freilichtbühne Werne zum Umplanen gezwungen. Erneut müssen sie ihre Krimi-Inszenierung verschieben. Zudem gibt es eine traurige Erkenntnis.

Nun greift also Plan C in der Freilichtbühne Werne: Mit Inkrafttreten der neuen Coronaschutzverordnung des Landes NRW sind Veranstaltungen vorerst verboten. Deshalb müssen die drei geplanten Inszenierungen des Stückes „Und dann gab‘s keines mehr“ verschoben werden. Und zwar bereits zum zweiten Mal.

Ursprünglich wollten die zehn Schauspieler das Krimi-Stück von Agatha Christie bereits Mitte November auf die Freilichtbühne bringen. Dann mussten die Termine aufgrund des im November beginnenden Lockdowns verschoben werden. Weil die Einschränkungen jedoch erneut verlängert wurden, wird auch aus den Alternativterminen nichts. Diese waren für Mitte Dezember geplant.

Krimi-Stück soll im Februar in der Freilichtbühne Werne zu sehen sein

Nun gilt wieder, dass die bereits gekauften Tickets weiter ihre Gültigkeit haben. Im Februar 2021 wollen die Verantwortlichen „Und dann gab‘s keines mehr“ endlich auf der Freilichtbühne zeigen. Für den 12., 13. und 16. Februar (jeweils ab 19.30 Uhr) sind die Aufführungen geplant.

Eine traurige Erkenntnis gibt es oben drauf: Mit der erneuten Planänderung des Agathe-Christie-Stücks ist nun auch klar, dass die Mitglieder der Freilichtbühne kein einziges Stück in diesem Jahr auf die Bühne gebracht haben. „Das ist natürlich sehr schade, ungewohnt und schon komisch, ein Jahr lang fast gar nicht in der Freilichtbühne gewesen zu sein“, erklärt Maximilian Falkenberg, Pressesprecher der Freilichtbühne.

Nur ein einziges Mal wurde die Bühne unter freiem Himmel für das Publikum geöffnet: Ende August verlegte Werne Marketing als Veranstalter das Straßenkunstfestival von der Innenstadt in die Freilichtbühne. Mit einem strengen Sicherheitskonzept und einer begrenzten Besucherzahl erlebte Werne im Sommer zumindest eine Veranstaltung auf der Freilichtbühne, die in diesem Jahr ihr 61-jähriges Bestehen begeht.

Keine Proben und Treffen

Für die Mitglieder der Freilichtbühne Werne, darunter viele Familien, geht ein schwieriges Jahr zu Ende. Nachdem die Saison bereits im Frühjahr komplett abgesagt werden musste und auch viele interne Treffen und Proben abgesagt und nur noch virtuell stattfinden konnten, hatte man im Herbst die Hoffnung gehegt, mit „Und dann gab‘s keines mehr“ wenigstens ein Stück mit einem kleinen Ensemble an Schauspielern auf die Bühne zu bringen.

Doch daraus wird nun auch nichts. Auch der beliebte Adventsmarkt, der zumindest in abgespeckter Version Ende November stattfinden sollte, musste alternativlos abgesagt werden. Es wäre die mittlerweile 22. Ausgabe gewesen.

Wer sich für kommendes Jahr im Februar Karten für „Und dann gab‘s keines mehr“ buchen möchte, kann das ausschließlich im Internet tun über die Seite www.soldier-island.de. Ein Ticket kostet 10 Euro.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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