Trauungen in Werne sollen deutlich teurer werden

Spezielles Ambiente

67 Euro kostet eine Trauung in Werne – zu den regulären Öffnungszeiten im Trauzimmer des Stadthauses. Wer sich am Wochenende an einem besonderen Ort das Ja-Wort geben will, muss künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Werne

, 07.11.2017, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wer im Stadtmuseum heiraten will, muss künftig tiefer in die Tasche greifen: Die Stadt erhöht die Gebühren.

Wer im Stadtmuseum heiraten will, muss künftig tiefer in die Tasche greifen: Die Stadt erhöht die Gebühren. © Helga Felgenträger

Im Zuge der Haushaltskonsolidierung haben sowohl die Kanzlei Rödl und Partner als auch die Gemeindeprüfungsanstalt mehrere Vorschläge zu Einsparungen unterbreitet. 68 davon kamen in die engere Auswahl und müssen nun von der Politik beschlossen werden. Eine davon: die neue Gebührenordnung für das Standesamt.

Der Sozialausschuss hat das Thema am Mittwoch, 15. November, um 17.30 Uhr im Stadthaus, Konrad-Adenauer-Platz 1, auf der Agenda. Die von den Gutachtern vorgeschlagene Reduzierung der Trauorte von 5 auf 3 ist laut Verwaltungsvorlage zwar vom Tisch.

Aufwandsentschädigung und Zusatzbeitrag

Wer jedoch außerhalb des Trauzimmers im Stadthaus heiraten möchte, wird künftig extra zur Kasse gebeten: Neben dem Grundbetrag von 67 Euro, der für jede Trauung fällig wird, soll es für die „Ambientetrauungen“ im Alten Rathaus, der Freilichtbühne, im Stadtmuseum und in der Panhoff-Stiftung eine Aufwandsentschädigung von 200 Euro sowie einen Zusatzbeitrag von 150 (Rathaus und Freilichtbühne) beziehungsweise 70 Euro (Museum und Panhoff-Stiftung) geben.

Auch im Stadthaus müssen Paare 200 Euro extra zahlen, wenn sie außerhalb der Öffnungszeiten montags bis freitags heiraten möchten. Findet die Trauung an einem Sonn- oder Feiertag statt, erhöht sich die Aufwandsentschädigung an allen Trauorten auf 400 Euro.

Die teuerste Trauung in Werne würde also an einem Sonn- oder Feiertag im Alten Rathaus oder in der Freilichtbühne stattfinden – das Paar müsste dann insgesamt 617 Euro zahlen.

Die ebenfalls vorgeschlagene Reduzierung der Stellen im Standesamt auf 1,5 sei bereits umgesetzt, wie die Verwaltung weiter mitteilt.
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