Trennung und Arbeitslosigkeit enden oft in finanzieller Not

Schuldnerberatung

Die Zahl derjenigen, die sich frühzeitig beraten lassen wollen, um nicht vollends in die Schuldenfalle zu tappen, steigt in Werne. Das ist eines der Ergebnisse des Jahresbericht 2010 der zentralen Schuldnerberatung der Arbeiterwohlfahrt für die Lippestadt.

WERNE

von Von Arndt Brede

, 27.04.2011, 15:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stellten den Jahresbericht 2010 der Zentralen Schuldnerberatung der AWO für Werne vor: (v.l.) Rolf Linsenbarth (AWO-Ortsverein Werne), Werner Philipp, Leiter der Schuldnerberatung, und Ulrike Lotka, Schuldnerberaterin in Werne.

Stellten den Jahresbericht 2010 der Zentralen Schuldnerberatung der AWO für Werne vor: (v.l.) Rolf Linsenbarth (AWO-Ortsverein Werne), Werner Philipp, Leiter der Schuldnerberatung, und Ulrike Lotka, Schuldnerberaterin in Werne.

Diese 187 Werner hatten 3 767  150 Euro an Schulden angehäuft, die sich auf insgesamt 1300 Einzelforderungen verteilten. 2009 waren es noch etwas über 4,2 Millionen Euro bei 1284 Einzelforderungen gewesen. Die Hauptursachen für die Verschuldung in Werne sind Immobilienfinanzierungen, die aus Gründen wie Trennung der Lebenspartner scheiterten. Sie machen mit einem Volumen von 1,1 Millionen Euro einen Anteil von 29,9 Prozent der Verschuldungsursachen aus. Danach folgen Arbeitslosigkeit und gescheiterte Selbstständigkeit als Gründe, warum sich Menschen in Werne verschuldet haben. Damit sich Schulden gar nicht erst anhäufen, will die AWO auch in Werne versuchen, künftig einmal im Vierteljahr an neutralem Ort, wie der VHS oder der Stadtbücherei, präsent zu sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. „Prävention ist ein ganz wichtiger Aspekt unserer Arbeit“, sagt Ulrike Lotka.

Lesen Sie jetzt