Samstagmorgen, 9. Januar 2021, begannen in der Senioreneinrichtung St. Katharina die Impfungen in Werne. © Jörg Heckenkamp
Coronavirus in Werne

Trotz Impfstoff-Engpass: Zweite Impfung in Pflegeeinrichtung in Werne sicher

Stationäre Pflegeeinrichtungen in Werne, deren Bewohner und Mitarbeiter bereits eine erste Coronaimpfung bekommen haben, müssen sich keine Sorgen um die zweite Impfdosis machen.

Die Lieferungen des Corona-Impfstoffes von Biontech verzögern sich. Und damit auch der Start der Impfzentren in Nordrhein-Westfalen. Von den Lieferengpässen allerdings nicht betroffen sind die stationären Pflegeeinrichtungen in Werne, die bereits eine erste Impfung hinter sich haben. So wie im Seniorenzentrum St. Katharina in Werne. Die Folgeimpfung für die Mitarbeiter und Bewohner findet da am 30. Januar statt, wie der Einrichtungsleiter Rudolf Voß erklärt. „Das ist schon zugesichert, dass der Impfstoff kommt.“

Zwar müsse die Bestellung des Impfstoffes bei der KVWL (Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe) nun sechs Tage und nicht wie bisher drei Tage im Voraus stattfinden. Aber die Bestellung funktioniere. Anders sehe das bei Einrichtungen aus, die bisher noch gar keinen Impfstoff bestellt haben. Diese können laut Voß derzeit keinen Impfstoff bestellen. Auch an den Krankenhäusern in NRW hatte das Land wegen der Impfstoffknappheit am Mittwoch einen Impfstopp verhängt, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mitteilte.

99 Prozent der Bewohner sind geimpft, 80 Prozent der Mitarbeiter

Am 9. Januar war die erste Impfung für den Großteil der Bewohner und Pfleger in der Einrichtung in Werne erfolgt. Noch am selben Abend meldete Voß die Anzahl der tatsächlich verabreichten Impfdosen an das Robert-Koch-Institut (RKI) und an die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Einige, die den Termin nicht wahrnehmen konnten, wurden in der vergangenen Woche im St.-Antonius-Pflegeheim mitgeimpft, so Voß. 99 Prozent der Bewohner und rund 80 Prozent der Pfleger der Einrichtung St. Katharina seien nun geimpft.

„Das ist erstmal eine Erleichterung und ein Durchatmen“, sagt Voß. „Wobei es dabei bleibt, dass man vorsichtig und umsichtig ist. Weil wir noch nicht wissen: Kann ein Geimpfter jemanden anstecken oder selber noch erkranken? Da braucht man noch die Erfahrung. Wir haben ja auch Kontakt mit Menschen, die noch nicht geimpft sind. Da wird sich im Verhalten erstmal nichts ändern. Aber trotzdem ist da eine Gelassenheit und Erleichterung.“

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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