Online-Tupperparties: Gemeinsam shoppen auf Distanz

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Gesellig zusammensitzen und dabei Haushaltsartikel shoppen - das ist das Prinzip von Tupperparties. Auch in Zeiten von Corona ist das möglich. Die Partygäste vernetzen sich dabei online.

Werne

, 10.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gemeinsam reden, onlineshoppen und vielleicht auch ein Schlückchen dabei trinken - so schaut der ein oder andere Mädelsabend aus. Aufgrund des Kontaktverbotes fällt so mancher gesellige Abend aus. Doch das Internet verbindet Freunde in Krisenzeiten - und ermöglicht seit Februar sogar Tupper-Parties auf Distanz.

Die dürfen nämlich in Zeiten von Corona im Gegensatz zu realen Menschenansammlungen stattfinden. Auch an Werner Bildschirmen finden diese virtuellen Parties jetzt regelmäßig statt, berichtet die Werner Tupper-Beraterin Nadine Szameit.

Gruppenchat im virtuellen Verkaufsraum

Eine Online-Party auszurichten sei laut Pressesprecher Dominic Stenzel gar nicht schwer: Wie auf einer „richtigen“ Tupperparty setzt man einen Termin mit seinem Tupper-Berater fest und lädt dann seine Freunde ein. Die Teilnehmer bekommen dann einen Link zum virtuellen Verkaufsraum. Dort könne man miteinander chatten, sich Produktvideos anschauen, durch den Katalog blättern und die Dinge direkt im Warenkorb platzieren.

Eine andere Möglichkeit ist die Facebook Watchparty, bei der die Partygäste Videos gezeigt bekommen. Der Gastgeber bekommt auch bei der virtuellen Tupperparty Rabatte. Wie viele Online-Tupperparties bereits in Werne und Umgebung stattgefunden haben, dazu gäbe es aktuell keine Statistik.

Online-Entwicklung wurde zufällig zur rechten Zeit fertig

Entwickelt wurde die Online-Partymöglichkeit schon lange vor Corona. Rund ein Jahr habe die Entwicklung gedauert. Dass sie gerade passend zum Ausbruch der Pandemie an den Start ging, war ein glücklicher Zufall. Die Onlineparties sollten ursprünglich Leute zum Feiern anregen, die sich normalerweise nicht zu Tupperparties treffen würden. Die Zielgruppe der Onlineparties sei laut Stenzel jünger als der Schnitt der klassischen Tupperparty-Teilnehmer.

Erstaunlich sei auch: Beim Onlinekauf läge der Männeranteil bei etwa 20 Prozent, während sich auf Tupperparties im „echten Leben“ selten ein Mann verirrt. Und auch die Produkte, die online geshoppt werden, unterscheiden sich vom Vor-Ort-Verkauf. Denn online würden vor allem Artikel verkauft, die nicht erklärt werden müssen, so wie Schüsseln und Schneebesen. Produkte wie Dampfgarer, die man vor Ort testen kann, seien hingegen auf klassischen Parties beliebter.

Der Trend geht zum Online-Einkauf

Seit 2018 sind einige Tupperprodukte im Onlineshop erhältlich. Manche Artikel gab es aber weiterhin exklusiv auf den Tupperparties. Im April und Mai 2020 gibt es aufgrund der Corona-Krise auch die exklusiven Artikel im Onlineshop. Neu sei auch die Möglichkeit, Ersatzteile wie Deckel für Schüsseln zu bestellen. Außerdem sei der Einkauf ab 100 € versandkostenfrei.

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In den letzten Wochen habe der Onlineshop durch den Wegfall der vor-Ort-Tupperparties etwa doppelt so viel verkauft wie vor der Krise. Dass das Onlinegeschäft weiterhin brummen wird, davon ist der Pressesprecher überzeugt. „Corona ist so eine einschneidende Erfahrung, das schütteln wir nicht einfach so ab“, meint Stenzel. Der Trend ginge zum Onlinekauf.

Der Richtige Zeitpunkt, um die Digitalisierung voran zu treiben

„Die Corona-Krise ist wie eine Laborsituation für die Wirtschaft. Das gab es so noch nie und es wird vermutlich auch nicht wiederkommen“, so der Pressesprecher. Neben Risiken würde die Situation auch Chancen für Unternehmen bergen. „Deutschland hat die Digitalisierung größtenteils verschlafen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um das nachhaltig aufzuholen.

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Wir werden, trotz des faden Beigeschmackes durch die Erkrankung, als Weltgesellschaft wachsen“, zeigt sich Stenzel optimistisch. Doch trotz der Digitalisierung glaubt er nicht an das Aussterben der Tupperparties: „Unsere Partymanager sind das Herzstück und das Kapital von Tupperware. Wir geben alles, um sie online zu unterstützen.“

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