Umzug vom Tisch: Polizeiwache bleibt in Werne

Am Bahnhof

Die Polizei will auch weiterhin ihre Wache in Werne behalten. Überlegungen, nach Selm umzuziehen, sind seit Anfang der Woche vom Tisch. Am liebsten soll die Wache wie bislang im mehr als 100 Jahre alten Bahnhofsgebäude bleiben - doch dafür gibt es noch eine Voraussetzung.

WERNE

, 16.02.2016, 18:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizeiwache am Bahnhof wird es weiter geben.

Die Polizeiwache am Bahnhof wird es weiter geben.

Die Werner Polizeiwache wird im mehr als 100 Jahre alten Bahnhofsgebäude bestehen bleiben – vorausgesetzt, der Eigentümer stimmt einer Sanierung zu. Einen Umzug in eine andere Stadt werde es jedoch nicht geben, bestätigte am Dienstag der leitende Polizeidirektor der Kreispolizeibehörde, Hans-Dieter Volkmann.

„Ich freue mich sehr darüber, dass so schnell eine Entscheidung gefallen ist“, sagte Bürgermeister Lothar Christ auf Anfrage. Er hatte zuvor an den Landrat und Polizeichef appelliert, über den Wachstandort allein nach polizeitaktischen Gründen zu entscheiden. „Das haben wir gemacht“, so Volkmann. Weder die Zahl der Unfälle noch der Kriminalfälle sprächen für einen Umzug nach Selm. Beide Kommunen lägen da nahezu gleichauf, „mit einem leichten Schwerpunkt für Werne“.

Mietvertrag läuft Anfang 2019 aus

Dass die Diskussion über einen möglichen Umzug überhaupt in Gang kam, hat mit dem Mietvertrag zwischen Polizei und Bahnhofseigentümer zu tun. „Er läuft Anfang 2019 aus“ – höchste Zeit also, über einen möglichen Umzug nachzudenken. So schnell finde sich schließlich kein neues Gebäude, das Platz für rund 40 Beamte biete.

Der Arnsberger Eigentümer des Werner Bahnhofs habe bereits sein Interesse signalisiert, die Polizei als Mieter zu behalten, so Volkmann: „In der nächsten Woche setzen wir uns zusammen.“ Themen seien dann Renovierungsarbeiten – etwa die energetische Sanierung des alten Mauerwerks sowie Verbesserungen am Sicherheitskonzept. „Ein Problem könnten dabei aber die Auflagen des Denkmalschutzes bilden“, so Volkmann. „Wenn es zu keiner Einigung kommen sollte, werden wir als Stadt hilfreich zur Seite stehen“, kündigte Lothar Christ an.

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