Nach Willen der Landesregierung soll es im Winter fünf verkaufsoffene Sonntage geben, um im Sinne des Infektionsschutzes den Kundenandrang zu entzerren. © Roland Weihrauch / dpa
Weihnachtsgeschäft

Unsicherheit: Verkaufsoffene Sonntage im Weihnachtsgeschäft in Werne

Einzelhändler dürfen laut der neuen Corona-Schutzverordnungen an einigen Sonntagen im Winter öffnen. Ob die Geschäfte auch in Werne dabei sein werden, ist noch nicht klar.

Der November und Dezember sind für viele Einzelhändler die umsatzstärksten Monate des gesamten Jahres. Normalerweise drängeln sich viele Kunden im Winter in den Geschäften – dieses Jahr wird es wegen der Corona-Pandemie wohl anders sein.

Um einen möglichen Kundenandrang zu entzerren, sieht die neue Corona-Schutzverordnung vom 30. September vor, dass Einzelhändler an fünf Sonntagen von 13 bis 18 Uhr öffnen dürfen: am 29. November, an den Adventssonntagen 6./13./20. Dezember und am 3. Januar 2021.

Planungssicherheit in Werne noch nicht gegeben

Die Stadt Werne ist der Auffassung, dass die Entscheidungsgewalt über eine Sonntagsöffnung bei den Händlern liege. Eine örtliche Rechtsordnung sei nicht nötig.

Hubertus Waterhues vom Vorstand der Aktionsgemeinschaft „Wir für Werne“ hat noch Bedenken: „Solche Erlasse werden gerne noch vom Gericht einkassiert. Rechtssicherheit gibt es noch nicht.“ Dementsprechend vorsichtig verlief die Planung bisher.

„Jetzt muss erstmal eine Meinungsbildung unter den Händlern stattfinden. In zwei Wochen wissen wir mehr“, erklärt Waterhues.

Dass die neue Regelung bezüglich verkaufsoffenen Sonntagen noch vom Oberverwaltungsgericht in Münster gekippt wird, ist nicht unwahrscheinlich. Das Gericht hat in einer Mitteilung bereits „erhebliche Zweifel an der Gültigkeit“ der neuen Regelungen geäußert.

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