Unterhalt der Lippebrücke ist demnächst Sache der Stadt

WERNE Die Stadt drängt auf den Weiterbau des Radwegs von Rünthe über das alte Zechengelände nach Stockum. Aus gutem Grund: Sie muss künftig für die Unterhaltung der Lippebrücke zahlen. Ohne den Radweg erscheint dies aber wenig verständlich.

von Von Rudolf Zicke

, 11.03.2009, 21:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unterhalt der Lippebrücke ist demnächst Sache der Stadt

Für rund 440 000 Euro wurde die alte Zechenbahnbrücke zwischen Rünthe und Werne für Radler umgebaut.

Deshalb hatte Baudezernentin Monika Schlüter am Dienstagnachmittag Vertreter des federführenden Regionalverbandes Ruhr (RVR) zu einem Gespräch ins Stadthaus eingeladen.

Bekanntlich endet der RVR-Radweg bislang an der ehemaligen Zechenbahnbrücke, die als Lippe-Querung eigens für Pedalritter und Wanderer für ca. 440 000 Euro saniert worden war. Unstimmigkeiten zwischen RVR und Landesregierung über die weitere Finanzierung hatten die Fortsetzung des Radwegs über Werner Gebiet gestoppt.Brücke kein Ersatz für den Radweg übers Zechengelände Damit die knallrote Brücke wenigstens etwas Sinn macht, hatte die Stadt 2008 im Zuge einer ohnehin fälligen Fahrbahnerneuerung eine Radspur entlang der Kamener Straße einrichten lassen. Die, das war und ist allen Beteiligten klar, kann den Radweg über das aufgeforstete Zechengelände aber keineswegs ersetzen.

Dass Werne - wie auch die Nachbarstadt Bergkamen - an dem baldigen Weiterbau der Radlertrasse sehr interessiert ist, hat zum einen natürlich touristische Gründe. Es gibt außerdem ein handfestes finanzielles Argument.Werne und Bergkamen teilen sich Unterhaltungskosten

"Werne und Bergkamen haben sich gegenüber dem RVR verpflichtet, die Lippebrücke zu übernehmen", erklärte Baudezernentin Schlüter. Das bedeutet im Klartext: Nach der Übergabe des Bauwerks, die in Kürze erfolgen soll, müssen die beiden Städte je zur Hälfte für sämtliche Unterhaltungs- und Reparaturkosten aufkommen.

Voraussetzung für diese Vereinbarung sei immer gewesen, dass der Radweg komplettiert werde; wenn nicht, sei schwerlich einzusehen, warum die Stadt für die Brücke zahlen solle, meint Monika Schlüter.Baudezernentin sieht Radweg nicht vor 2010 Nach dem Gespräch mit dem RVR ist sie jedoch optimistisch, dass der Radweg kommt. Es bestünden gute Chancen, Gelder aus dem kommunalen Radwegeprogramm des Landes zu erhalten; das erste Teilstück war aus dem Ökologie-Programm Emscher-Lippe bezahlt worden, aus dem keine Mittel mehr nach Werne fließen.

Noch in diesem Monat will der RVR bei der Bezirksregierung in Arnsberg Gelder für die Fortsetzung des Projekts beantragen. Doch selbst wenn diese wie erhofft und erwartet bewilligt werden: "Vor 2010 wird es sicher nicht mit dem Radweg", prognostiziert Monika Schlüter.

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