Extreme Wetterbedingungen werden für das Wochenende in Werne erwartet. Vor allem im ländlichen Bereich ist dann mit Glatteis zu rechnen. Die Stadt sieht sich gewappnet für das Unwetter. © Helga Felgenträger (A)
Wetter in Werne

Unwetterwarnung Werne: So bereiten sich Einsatzkräfte auf Extrem-Wetter vor

Für das Wochenende hat der Deutsche Wetterdienst für Werne eine Unwetterwarnung herausgegeben. Schnee, Eisregen, Schneeverwehungen und Glatteis werden erwartet. Die Stadt sieht sich gewappnet.

Extreme Wetterbedingungen in Werne: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Wochenende vor glatten Straßen, Schneefall und eisigem Wind. Ungemütlich wird es dabei wohl am Samstag (6. Februar) ab Nachmittag oder den Abendstunden, wie Markus Winkler, Meteorologe vom DWD, erklärt.

Demnach wird es wohl zunächst Regenschauer und dann Schnellfall in Werne geben. Diese extremen Wetterbedingungen gehen einher mit Glatteis. Zusätzlich wird ein starker Ostwind für kühlere Luft und für Temperaturen von zunächst 4 bis 5 Grad (am Morgen), bis zu minus 4 Grad (am Nachmittag) und eine frostige Nacht sorgen.

Am Sonntagmorgen (7. Februar), so Winkler, werde es ähnlich weitergehen mit Glatteis, Schnee und – aufgrund des starken Windes – sogar mit Schneeverwehungen, die ab Mittag auftreten können. Es bleibt im gesamten Tagesablauf frostig bei Temperaturen von minus 2 bis minus 4 Grad, so die Prognose des Meteorologen.

„Den Sonntag sollte man möglichst so bestreiten, wie ein Sonntag während Corona eben typisch aussieht: zuhause bleiben und Fernsehen gucken oder mal durchs Fenster das Wetter beobachten“, rät Markus Winkler.

Feuerwehr Werne warnt vor Glatteis im ländlichen Gebiet

Die Rettungsdienste der Stadt Werne sehen sich gut gewappnet für das angekündigte Unwetter am Wochenende. Bei der Feuerwehr in Werne ist man natürlich wachsam, aber nicht besonders nervös mit Blick auf die Wetteraussichten.

Natürlich habe man die Warnung im Hinterkopf, man habe aber dennoch keine weiteren Maßnahmen aufgrund der Wetter-Prognose unternommen, so Tobias Tenk, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Werne. Sorgen müssen sich die Bürger nicht machen. „Wir sind immer gut vorbereitet. Wir sind auch wie immer an 365 Tagen im Jahr erreichbar und einsatzbereit.“ Wie sonst auch können die Kameraden schnell auf Alarmierungen reagieren.

Während der Fahrt zu einem Einsatz – die Fahrzeuge verfügen über Ganzjahresreifen – werden sie sich auf die Witterung einstellen müssen. „Wir hoffen, dass sich aufgrund des Lockdowns sowieso wenige Menschen auf den Straßen bewegen werden und dann alles gut geht“, sagt Tenk. Vorsicht sei aber besonders in den ländlichen Gebieten geboten. Hier sei die Gefahr glatter Straßen tendenziell immer hoch.

Rettungsdienst muss auf Hilfe aus der Luft verzichten

Auch beim Rettungsdienst sind für den Bereich Werne wie üblich zwei Rettungswagen und ein Notarzt-Wagen im Einsatz, erklärt Rettungsdienstleiter Hartmut Kröger. Die Fahrzeuge sind mit Winterreifen ausgestattet. „Damit müssen wir auskommen. Zur Not gibt es aber auch noch Schneeketten.“

Auch Hartmut Kröger erwartet, dass es nicht zwingend zu deutlich mehr Einsätzen an diesem Wochenende kommen wird. „Ich gehe mal davon aus, dass sich viele im Lockdown daran halten, zuhause zu bleiben“, schätzt Kröger. Eine Plan-Änderung in der typischen Notfallkette wird es an diesem Wochenende aber wohl doch geben müssen.

Falls alle Fahrzeuge gleichzeitig zum Einsatz kommen, werden über die Kreisleitstelle Rettungswagen aus den Nachbarstädten Lünen, Kamen oder Bergkamen angefordert. Denn die Hilfe aus der Luft wird es laut Kröger wohl nicht geben. „Der Rettungshubschrauber wird bei widrigen Bedingungen nicht fliegen.“

Nach dem Wochenende sei das Gröbste des Unwetters überstanden, erklärt DWD-Meteorologe Markus Winkler. In der Nacht zu Montag werde es weniger Schneefall geben. Zwar bleiben die Temperaturen morgens bei minus 5 bis minus 6 Grad und tagsüber bei bis zu minus 4 Grad. Der starke Wind allerdings wird zu Beginn der neuen Woche nachlassen.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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