Verdi bestreikt Amazon Werne: Genau zur Black-Friday-Woche

Streik bei Amazon

Die Gewerkschaft Verdi führt die Nadelstich-Taktik gegen den Online-Versender Amazon fort. Seit Mittwochnacht bestreikt sie das Lager in Werne. Und das zu einer für Amazon wichtigen Phase.

von dpa

Werne

, 26.11.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erneut bestreikt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, hier ein Archiv-Bild, das Amazon-Lager in Werne.

Erneut bestreikt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, hier ein Archiv-Bild, das Amazon-Lager in Werne. © Jörg Heckenkamp (A)

Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zu Streiks beim Onlinehändler Amazon aufgerufen. Mit Beginn der Nachtschicht am späten Mittwochabend sollten Beschäftigte unter anderem an den Standorten Werne und Rheinberg in Nordrhein-Westfalen die Arbeit niederlegen, wie die Dienstleistungsgewerkschaft mitteilte. Die Streiks richteten sich gegen die Weigerung des Unternehmens, die Tarifverträge des Einzelhandels zu unterzeichnen und einen Tarifvertrag zu „Guter und gesunder Arbeit“ abzuschließen.

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Die Streiks zum Schnäppchentag „Black Friday“ sollen der Gewerkschaft zufolge bundesweit bis einschließlich Samstag fortgesetzt werden. Die Landesbezirksfachbereichsleiterin für den Handel bei Verdi in Nordrhein-Westfalen, Silke Zimmer, kritisierte das Vorgehen des Unternehmens: „Die Beschäftigten, die diese Umsätze und diesen unvorstellbaren Reichtum von Jeff Bezos erwirtschaftet haben, erhalten für die zusätzliche Arbeitsbelastung in der Black-Friday-Woche nach wie vor keine tarifliche Vergütung.“

Amazon erwartet keine negativen Auswirkungen

Amazon erklärte, das Unternehmen erwarte keine Auswirkungen des Streikaufrufs. Der aller größte Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeite „ganz normal“. Zudem wies Amazon die Kritik der Gewerkschaft zurück.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitierten bereits „von exzellenten Löhnen, exzellenten Zusatzleistungen und exzellenten Karrierechancen“. Das Lohnpaket samt der Zusatzleistungen und den Arbeitsbedingungen könne „auch im Vergleich mit anderen wichtigen Arbeitgebern in der Region“ bestehen.

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