Verkehrssituation im Wahrbrink kaum verbessert

Stau, Müll und Schlamm

Müll in den Büschen, Schlamm auf den Straßen, zugeparkte Bürgersteige: Die Situation im Werner Gewerbegebiet Wahrbrink hat sich nur geringfügig verbessert, seit die Stadt ihre Lösungen vorgestellt hat. Der Frust bei den anliegenden Firmen ist groß. Bei einem Treffen wurde nun erneut über Lösungsvorschläge diskutiert.

WERNE

14.12.2016, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Anwohner und Firmenchefs im Wahrbrink sind trotz angekündigter Besserungsmaßnahmen der Stadt, frustriert über die Verkehrs- und LKWsituation im Wahrbrink. Schlamm auf den Straßen, parkende LKW und Müll

Anwohner und Firmenchefs im Wahrbrink sind trotz angekündigter Besserungsmaßnahmen der Stadt, frustriert über die Verkehrs- und LKWsituation im Wahrbrink. Schlamm auf den Straßen, parkende LKW und Müll

"Der Bauschlamm verschmutzt die Straßen im gesamten Gewerbegebiet, da ist es spiegelglatt. Mein Sohn ist schon einmal fast gestürzt mit seinem Zweirad“, beschwert sich Axel Lettmann auf dem Treffen, das die weiterhin auftretenden Unahnehmlichkeiten durch das hohe Verkehrsaufkommen im Wahrbrink bessern soll. „Warum gibt es keine LKW-Waschanlage?“, fragt sich Lettmann. Das sei auf Großbaustellen nicht unüblich.

Hartnäckiger Bauschlamm

Straßenkehrmaschinen versuchten zwar, die Verschmutzung in Grenzen zu halten – mit wenig Erfolg, wie die verdreckte Hose unserer Mitarbeiterin nach der Recherche vor Ort zeigte.

Doch nicht nur der Schlamm verärgert. Trotz vorverlegtem „LKW-Check-In“ auf der neuen 8000 Quadratmeterfläche im Gewerbegebiet und trotz Einbahnstraße, parkten LKW weiterhin Bürgersteige, Parkplätze und Einfahrten zu. Geahndet würde das Falschparken kaum, zum großen Ärger der Ansässigen. Da brächte auch die neue Beschilderung nichts.

Gefahr durch glatte Straßen

„Natürlich stehen die LKW-Fahrer lieber im sauberen Gewerbegebiet als auf dem schlammigen Amazon-Parkplatz“, sagt Lettmann. Immer wieder gebe es Stoßzeiten, an denen es besonders schlimm sei. „Das kann am Wochenende sein, aber auch unter der Woche.“ Die Situation sei unter Umständen gar nicht ungefährlich: glatte, sehr enge Straßen, zugeparkte Gehwege und genervte, hektische LKW-Fahrer.

 

„Von zwei meiner Angestellten hat es bereits die Autos erwischt. Eins davon ein Totalschaden“, zeigt sich auch Rolf Lambeck von Rollex frustriert. Was, wenn es nächstes Mal kein Auto, sondern einen Fahrradfahrer treffe?

Versäumnisse der Stadt?

Am meisten ärgere die Firmenchefs, dass vonseiten der Stadt dagegen nicht vorgegangen werde. „Amazon kann nicht das gesamte Gewerbegebiet für sich beanspruchen. Die Stadt zeigt sich zu schwach gegenüber Amazon“, beschweren sie sich. Einen Versuch will man noch starten, um die Lage in den Griff zu bekommen, und so wird beim Ortstermin spontan der Bürgermeister angerufen; falls der nicht erreichbar ist, das Ordnungsamt.

Mehr Kontrollen gefordert

Als Erstes schlagen die Geschäftsführer dem Ordnungsamt vor, den Ist-Zustand noch diese Woche aufzunehmen als gemeinsame Basis für ein Gespräch. Außerdem soll es in der Woche und am Wochenende vermehrt kontrollieren und die Verstöße der LKW-Fahrer ahnden.

Die Lage im Wahrbrink sei immer ein Thema, sagte Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens auf RN-Anfrage. Mehr Auskünfte gab es nicht: Stadt und Ordnungsamt wollten die Anmerkungen der Anlieger kommende Tage besprechen.

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