Auch Radfahrer waren in Werne 2020 sicherer unterwegs als noch 2019 - zumindest gemessen an der Zahl der gemeldeten Unfälle. © Jörg Heckenkamp
Polizeistatistik

Verkehrsunfälle in Werne: Eine Zahl in der Statistik ragt heraus

Die Kreispolizeibehörde Unna hat am Mittwoch (10. März) die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2020 veröffentlicht. In Werne sticht eine Zahl ganz besonders heraus.

Viele grüne Zahlen in einer Statistik-Tabelle sind meist ein gutes Zeichen – erst recht, wenn es sich um eine Verkehrsunfallstatistik handelt. Die Kreispolizeibehörde (KPB) Unna hat am Mittwoch auch die Daten für das Jahr 2020 in Werne veröffentlicht. Und beim Blick auf die Tabelle fällt sofort auf: Die grünen Zahlen dominieren. Vor allem ein Wert ragt heraus: 100 Prozent. So hoch ist die Aufklärungsquote bei den Verkehrsunfallfluchten mit Personenschaden, die sich im Jahr 2020 in der Lippestadt ereignet haben.

Fünf solcher Fälle gab es im vergangenen Jahr – und damit deutlich weniger als noch 2019 (15 Fälle bei einer Aufklärungsquote von 60 Prozent). Die Zahl der Gesamtunfälle ist in Werne im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen – um 53 Fälle auf nun 245. Sowohl die Zahl der Unfälle mit Personenschaden (von 103 auf 61) als auch die der verunglückten Personen (von 131 auf 68) ist stark gesunken. Als Unfallursache weist die Statistik in 10 Fällen Alkohol- oder Drogenkonsum sowie in 12 Fällen überhöhte Geschwindigkeit aus. Auch diese Zahlen sind rückläufig.

Allerdings: Die Zahl der verunglückten Fußgänger ist im Jahr 2020 um 3 Fälle auf 8 gestiegen. Alle anderen Verkehrsteilnehmer sind in Werne im Vergleich zum Vorjahr sicherer unterwegs. Bei den Pkw-Fahrern ist ein Rückgang von 61 auf 17 verunglückte Personen festzustellen, bei den Radfahrern von 32 auf 22. Und sogar bei den Pedelecfahrern gibt es einen Rückgang: 7 Verunglückten in 2019 stehen 5 in 2020 gegenüber. Damit entzieht sich Werne einem allgemeinen Trend. Denn: Sowohl auf Kreis- als auch auf Landesebene ist die Zahl der verunglückten Pedelecfahrer zuletzt deutlich gestiegen.

Insgesamt, so erklärte es Landrat und KPB-Leiter Mario Löhr, mache sich der landesweite Trend aber auch im Zuständigkeitsbereich der KPB Unna bemerkbar. „Wir sind über den deutlichen Rückgang der Gesamtunfallzahl sehr erfreut. Allerdings müssen wir natürlich attestieren, dass diese positive Entwicklung auch auf ein schwieriges, herausforderndes Jahr zurückzuführen ist, in dem die Corona-Pandemie für eine reduzierte Mobilität gesorgt hat“, so Löhr.

Die Statistik für den Kreis Unna im Überblick: Gesamtunfallzahl um 1112 gesunken (2019: 8.616 / 2020: 7.504), Anzahl der Unfälle mit Personenschaden von 851 auf 719 um 132 gesunken, Anzahl der Verunglückten bei 872 (2019: 1.072) um 200 gesunken, Anzahl der Leichtverletzten von 916 auf 734 um 182 gesunken, Anzahl der Schwerverletzten von 148 auf 136 um 12 gesunken, Anzahl der Verkehrstoten von 8 auf 2 um 6 gesunken.

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Geboren 1984 in Dortmund, studierte Soziologie und Germanistik in Bochum und ist seit 2018 Redakteur bei Lensing Media.
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Felix Püschner

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