Video: Damals in den 50ern - Eine Wernerin erzählt

Ausstellung ''Petticoat und Rock'n'Roll"

Wie die 1950er-Jahre waren, können sich die Besucher des Werner Stadtmuseums zurzeit ansehen - in der Sonderausstellung "Petticoat und Rock’n'Roll". Sie können es sich aber auch anhören - im Erzählcafé. Beim ersten Termin waren wir mit der Video-Kamera dabei.

WERNE

, 05.09.2014, 15:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zusammen mit der Volkshochschule lädt das Museum dazu ein, Erinnerungen an die von Aufbruchsstimmung und Vergangenheitsbewältigung bestimmte Zeit auszutauschen. Am Mittwoch öffnete das Erzählcafé zum ersten Mal  - gleich mit einer Überraschung.

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Ausstellung über die 50er-Jahre im Stadtmuseum Werne

Wie waren die 50er-Jahre in Werne? Das ist Thema der Ausstellung ''Petticoat und Rock'n'Roll'', die von 6. Juli bis 5. Oktober 2014 im Stadtmuseum zu sehen ist.
23.05.2014
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Wie schön es ist, Musik zu Hause zu hören, spricht sich in den 1950er Jahren herum. Immer mehr Haushalte setzen auf eigene Plattenspieler. Radiogeräte - manchmal so groß wie Fernseher - verbreiten sich ebenfalls rasant.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Familienidylle in den 1950er-Jahren: Er trägt um den Hals stolz den ersten Fotoapparat. Sie gibt mit dem Ausgehkleid - natürlich mit gestärktem Petticoat - ein schönes Motiv ab. Erst recht zusammen mit dem Nachwuchs, der im geflochtenen Kappenwagen gefahren wird.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Die Wirtschaft erkennt den in den Wirtschaftswunderjahren wachsenden Markt und reagiert darauf mit Werbung.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Heute ist Handarbeit retro. In den 1950er-Jahren war es schick. In Handarbeitsheften fanden die Frauen (denn strickende Männer haben sich damals noch nicht geoutet) die Vorlagen für die neuesten Modelle.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Eine ganz besondere Tasche. In jedes Fach kam ein Nylonstrumpf. Wenn er eine Laufmasche hatte, wurde er nicht weggeschmissen, sondern repariert.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
So langsam werden die Menschen mobil, machen Führerschein und kaufen sich ein eigenes Auto. Dieses Kartenset darf nicht fehlen, um zu schönen Zielen - etwa an der Nordseeküste - zu gelangen.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
In den 50er-Jahren noch ein Exot: der Toaster. Hier handelt es sich um eine Leihgabe.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Das Waffelautomat hält in der Wirtschaftswunderzeit zusammen mit manchen anderen automatischen Helfern Einzug in die Küche.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Glanzbilder: Je ausgefallener die Motive und je größer der Flimmer auf der Oberfläche, desto besser. Inzwischen sind Glanzbilder eine Rarität.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
In manchen Kirchen stand diese Figur. Sie forderte die Menschen auf, Geld für Missionsprojekte zu spenden. Wer eine Münze hineinwarf, wurde mit einem wohlwollenden Nicken belohnt.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Der Blick in die Spielzeug-Vitrine lässt Erinnerungen an die Kindheit wach werden.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Über wachsende Wohlstand freuen sich die Menschen in den 1950er-Jahren. Das führt dazu, dass die Menschen auch mehr Geld ausgeben für Spielzeug. Der Puppenmutter war es egal, dass die Puppe noch keine Haare hatte.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Die Bowle ist ein Getränk, das in den 1950-er Jahren immer mehr Verbreitung fand - zusammen mit den Bowle-Service.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Die guten Likörgläschen kamen nur zu besonderen Anlässe auf den Tisch. Manche überdauerten so bis heute.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
In den 1950er-Jahren füllten sich die Aussteuertruhen. Womit, ist im Museum zu sehen.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
In den 1950er-Jahren beginnt die Reiselust. Und wer es sich noch nicht leisten kann, selbst auf Reise zu gehen, der holte sich die weite Welt akustisch in sein Wohnzimmer.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
In digitalen Zeiten ist dieses Gerät erklärungsbedürftig geworden: ein Tonbandgerät.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
In digitalen Zeiten ist dieses Gerät erklärungsbedürftig geworden: ein Tonbandgerät.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
In den 1950er-Jahren wurde das kalte Buffet immer beiliebter. Käseigel und Fliegenpilz durften nicht fehlen. Die Kästestückshen wurden auf die Haube gesetzt.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
In Omas Küche war es immer gemütlich. Wie sie aussah, ist oben imm Museum zu sehen.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Wie in diesem Gerät Wäsche gewaschen wurde, wissen nur noch wenige.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Ein Automat zum Kochen, Braten und Backen: das Heinzelmännchen. Diese Haushaltsmaschine war schon in den 1950er-Jahren alt. 1913 wird im
ersten illustrierten Vorkriegskatalog des
berühmtesten deutschen Warenhauses
Kaufhaus des Westens – „KaDeWe“ - in
Berlin dieser Apparat abgebildet.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
Das Kostüm: schlicht, aber figurbetont.© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
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Denn es kamen gleich mehrere Jugendliche und junge Erwachsene, aber nur eine Zeitzeugin: Elke Wörster (68). Sie freute sich über das Interesse und teilte gerne Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend im Siegerland mit den Zuhörern.  Das nächste Erzählcafé im Museum öffnet am 8. Oktober um 17.30 Uhr. „Ich werde wieder kommen“, kündigte der Wörster an, „und ich werde noch einige Bekannte mitbringen“.

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