Vieh- und Krammarkt ist Treffpunkt für Begegnungen

Sim-Jü

WERNE Auf dem Vieh- und Krammarkt besteht nicht nur Gelegenheit nach allerlei Kram und Gegenständen des täglichen Gebrauchs zu suchen, er entpuppt sich ebenso zum Treffpunkt alter Freunde und Bekannte.

von Von Irene Steiner

, 27.10.2009, 13:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Heiß begehrt waren die Pferde auf dem Viehmarkt.

Heiß begehrt waren die Pferde auf dem Viehmarkt.

Der Krammarkt ist also nicht nur Fundgrube für Schnäppchenjäger. Ein Durchkommen ist wieder einmal kaum. Was soll's: "Das müsste noch enger sein", schmunzelt ein gestandener Werner, bevor er sich weiter durch die Massen schiebt.

Und Kaufinteresse besteht auch. Die Blumenzwiebeln, jetzt oder später? Später: "Die Amaryllis-Knollen sind so schwer". Unterricht in Botanik gibt es gratis. Wer hat schließlich schon mal die fingerartig ausgestreckten Wurzeln der Steppenkerze gesehen?Gemüsehobel und Reinigungsspray

Überhaupt: Guter Rat ist billig. Zum Gemüsehobel, der im Handstreich aus einer Paprikaschote kleine Würfel zaubert, gibt es einen Tipp gegen Karotin auf weißem Kunststoff ("Öl") gratis und die Duschtür wird nie Kalkflecken sehen, wenn man sie immer schön mit dem neuen Nano-Reinigungsspray sauberhält. Faszinierend.

Gutes wird auch getan. Die Mitglieder des Lions-Clubs Werne in Westfalen hat schon vor Mittag 800 von 900 Adventskalendern  verkauft. Auch das Kochbuch mit Rezepten von Franz Lauter zugunsten einer Entbindungsstation in Mali verkauft sich gut. Und natürlich auch der selbst gebackene (Zwiebel-)Kuchen.Begegnungen mit Freunden

Und dazwischen Begegnungen: Mit Freunden: "Wie, du schon wieder?", mit Besuch aus der Partnerstadt ("Comment allez-vous?") mit dem Überraschungsgast: "Was machst du denn hier!?". Dumme Frage. Stöbern natürlich. Nach Flaschenbürstchen mit Baumwollpüschel ("damit der Flaschenboden sauber wird"), nach der Fugenbürste für die Terrasse, nach einem Lederportemonnaie oder Kinderjeans. Und nach Begegnungen. Denn zu Sim-Jü kommen alle Werner und Exil-Werner nach Hause: Spätestens zum Krammarkt.

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