Vor 55 Jahren war Spatenstich für Kirche St. Konrad

WERNE Es war sonnig vor 55 Jahren. Fahnen flatterten. Die Stimmung war gut. 55 Jahre ist der erste Spatenstich zur Kirche St. Konrad jetzt her. Ein Rückblick, der sich lohnt.

von Von Wolfgang Gumprich

, 27.03.2009, 16:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Im feierlichen Sonnenschein flatterten am Nachmittag die Fahnen rings um den Köttersberg“, hat der Werner Stadtanzeiger damals beobachtet. An der Stelle, an der die Kirche errichtet werden sollte, stand ein Birkenkreuz, die Ausmaße des Bauwerks waren auf dem Boden markiert. Pfarrer Wiese  schritt diese Markierungen ab, „womit der Platz symbolhaft der irdischen Beanspruchung entzogen und Gott geweiht wurde“, wie es die Zeitung ihren Lesern erklärte.

Der Tag des ersten Spatenstichs war gut gewählt, es war der vierte Fastensonntag Laetare, denn der erste Spatenstich fiel zusammen mit dem 40-jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Wiese. Der damals 63-jährige Geistliche kam über Uedem am Niederrhein 1949 als Pfarr-Rektor in die damals neu eingerichtete Kirchengemeinde St. Konrad. Sie war von der Muttergemeinde St. Christophorus abgekoppelt worden, ihre Gottesdienste feierten die Katholiken in einer kleinen Notkirche im Evenkamp. Sie hatte 200 Plätze und war etwas mehr als zwei Meter hoch.

Nun also war der Tag gekommen, unter dem Geläut der Glocke der Notkirche zog der Priesterjubilar mit Monsignore Surmann, Dechant Aschoff mit den Fahnenabordnungen der kirchlichen Verbände in die überfüllte Kirche ein. Pfarrer Wiese bekannte nach fünf Jahren in Werne: „Ich fühle mich nicht mehr als Fremder“. Das Bistum Münster hatte der neuen Kirchengemeinde zur Bedingung gemacht, selbst zum Bau beizutragen. Und das nahmen die Katholiken rund um den Köttersberg sehr ernst: Viele fleißige Hände packten an. Der Grundstein wurde 1955 gelegt, 1958 war die Kirche dann fertig gestellt. Seit einem Jahr gibt es die Kirchengemeinde St. Konrad nicht mehr, sie ist aufgegangen in der großen katholischen Gemeinde Seliger Nikolaus Groß.

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