Wächter über 500 Räume

Krankenhaus St. Christophorus

Das Krankenhaus St. Christophorus hat 500 Räume mit Licht und Strom. Viele davon verfügen über Wasseranschluss. Rüdiger Bolesta und seinem Team geht die Arbeit nicht aus.

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von Von Jörg Heckenkamp

, 01.10.2011, 07:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rüdiger Bolesta am Blockheizkraftwerk. Dahinter die beiden anderen Kessel.

Rüdiger Bolesta am Blockheizkraftwerk. Dahinter die beiden anderen Kessel.

"Fortschreitende Gebäudetechnik und Vernetzung von medizinischen Geräten sind wichtige Themen der Zukunft", sagt der 50-Jährige. Wenn der Chefarzt zwei Wochen im Urlaub ist, könnte dann sein Arztzimmer nicht zwei Wochen ungeheizt bleiben? Eine Fragestellung, die ein modernes Gebäudemanagement künftig ganz einfach lösen könnte. 

Schon jetzt kann der studierte Elektrotechniker vieles an seinen beiden Bildschirmen aufrufen und bei Bedarf eingreifen. Zum Beispiel die Verbrauchs- und sonstigen Daten der Heizungsanlage. Er ruft die entsprechende Grafik per Computer auf. Momentan ist nur das Blockheizkraftwerk unter Last. Ein Brennwertkessel sowie ein Niedertemperatur-Kessel komplettieren die Wärmezentrale. "Wir wollen Energie einsparen, ohne Komfortverlust für Patienten oder Personal", gibt er die Devise aus. 

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Haustechnik im Krankenhaus

Ein Blick hinter die Kulissen: Rüdiger Bolesta und sein Team sorgen für den reibungslosen Ablauf was technische Dinge betrifft.
30.09.2011
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Den aktuellen Datenstand der großen Heizungsanlage kann Rüdiger Bolesta auf seinem PC ablesen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Per so genannter Umkehr-Osmose stellt das Krankenhaus entmineralisiertes Wasser her, dass u. a. zur Reinigung hochwertiger OP-Geräte dient.© Foto: Jörg Heckenkamp
Rüdiger Bolesta wirft einen Blick auf die Hochleistungspumpen der Heizungsanlage.© Foto: Jörg Heckenkamp
Kann ja immer mal kaputt gehen.. Also lagern ein paar Waschbecken und Toiletten-Töpfe im Keller.© Foto: Jörg Heckenkamp
Das Krankenhaus stellt verschiedene Wasser-Qualitäten für verschiedene Einsatzzwecke selbst her, z. B. für die Spülmaschinen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Das Krankenhaus stellt verschiedene Wasser-Qualitäten für verschiedene Einsatzzwecke selbst her, z. B. für die Spülmaschinen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Ginge bei einem Stromausfall auch der Notstrom in die Knie, blieben noch mächtige Batterien. Sie könnten die wichtigsten Stromquellen wie OP-Lampen für 30 Minuten versorgen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Rüdiger Bolesta am Blockheizkraftwerk. Dahinter die beiden anderen Kessel.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Brennwertkessel.© Foto: Jörg Heckenkamp
Erst zwei Jahre alt ist die moderne Lüftungs- und Klima-Anlage, die in zwei OP-Sälen für hochreine und gleichmäßig temperierte Luft sorgt.© Foto: Jörg Heckenkamp
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Doch das Arbeitsfeld von ihm und seinen neun Mitarbeiter aus verschiedenen Gewerken umfasst weit mehr als Heizung und Energiesparen. Bolesta: "Von der verstopften Toilette bis zur Planung großer Umbauten." Wichtig sei die schnelle Erledigung von Reparaturen. "Wenn beispielsweise die Lichtruf-Anlage in einem Patientenzimmer nicht funktioniert, müssen wir schnell eingreifen." Am besten ist es, so das Credo des aus Werne stammenden zweifachen Familienvaters, wenn man die Arbeit der Technik-Abteilung gar nicht groß merkt.Größere Sachen an Fremdfirmen

Neue Techniken stellen neue Anforderungen. "Irgendwo wird ein Ultraschall-Gerät aufgestellt. Die Ärzte merken, dass das Umgebungslicht zu hell ist. Also bauen wir einen Dimmer oder eine Beschattungsanlage ein", sagt Rüdiger Bolesta.

Die größeren Sachen, wie zum Beispiel die aufwändige Wartung der Klima- und Lüftungsanlage in den Operationsräumen, vergibt er an Fremdfirmen. Da ist dann Organisationstalent gefragt. Er muss den OP-Plan der Ärzte mit den Arbeitszeiten der Wartungstechniker abgleichen.

Doch darin hat Rüdiger Bolesta Erfahrung. Schließlich arbeitet er bereits seit 1994 in dem Gebäudekomplex mit den 500 Räumen.

 

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