Was passiert mit dem zerstörten Jesus in Werne?

Nach Vandalimus

Ein halber Jesus als Mahnmal in der St.-Christophorus-Kirche? Einen Monat nach der Zerstörung der Jesusfigur auf dem Kirchplatz in Werne diskutieren die Beteiligten über die Zukunft des Missionskreuzes. Fest steht mittlerweile, dass die Statue mutwillig zerstört wurde. Und daraus ergibt sich ein Problem.

WERNE

, 09.08.2014, 06:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Körper der Jesus-Statue ist abgeschlagen worden - nur noch Kopf und Arme hingen am Kreuz. Mittlerweile wurden auch die restlichen Teile abgenommen, das Kreuz ist nun leer.

Der Körper der Jesus-Statue ist abgeschlagen worden - nur noch Kopf und Arme hingen am Kreuz. Mittlerweile wurden auch die restlichen Teile abgenommen, das Kreuz ist nun leer.

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Kreuz vor der Christophorus-Kirche zerstört

Durch Vandalismus zerstört worden ist das Kreuz, das vor der Christophorus-Kirche in Werne stand. Am Freitag begannen direkt die Aufräum- und Restaurierungs-Arbeiten.
04.07.2014
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Pfarrdechant Jürgen Schäfer schaut traurig und wütend auf die Reste des zerstörten Kreuzes.© Foto: Jörg Heckenkamp
Dr. Heinz Brückmann vom Kirchenvorstand kann den Vandalismus-Schaden kaum fassen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Fuss der Christus-Figur.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Christoph Hellbrügge und Mitarbeiter Jochen Koeniger bauten ein Gerüst auf, um den Rest der zerstörten Christus-Figur zu bergen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Experte schloss unter anderem aufgrund aktueller Risse auf eine Vandalismus-Tat.© Foto: Jörg Heckenkamp
Vorsichtig nehmen die Experten die Reste der Christus-Figur ab, die nur noch lose am Kreuz hingen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Vorsichtig nehmen die Experten die Reste der Christus-Figur ab, die nur noch lose am Kreuz hingen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Einige der zerstörten Einzelteile.© Foto: Jörg Heckenkamp
Experte Jochen Koeniger vor dem nun leeren Missionskreuz.© Foto: Jörg Heckenkamp
Dr. Christoph Hellbrügge und Mitarbeiter Jochen Koeniger nehmen die Reste vom Kreuz ab.© Foto: Jörg Heckenkamp
Dr. Christoph Hellbrügge und Mitarbeiter Jochen Koeniger nehmen die Reste vom Kreuz ab.© Foto: Jörg Heckenkamp
Viele Bürger schauten sich die blindwütige Zerstörung an und waren entsetzt.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Dr. Christoph Hellbrügge war schnell vor Ort.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Hellbrügge und Pfarrdechant Schäfer begutachten den Schaden.© Foto: Jörg Heckenkamp
Beim Sturz der Christus-Figur schlug die schwere Skulptur ein Stück aus der Sockel-Umrandung.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Christoph Hellbrügge (v. l.), Pfarrdechant Jürgen Schäfer und Dr. Heinz Brückmann aus dem Kirchenvorstand am Tatort vor der Christophorus-Kirche.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Christoph Hellbrügge (v. l.), Pfarrdechant Jürgen Schäfer und Dr. Heinz Brückmann aus dem Kirchenvorstand am Tatort vor der Christophorus-Kirche.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Christoph Hellbrügge und Mitarbeiter Jochen Koeniger bauten ein Gerüst auf, um den Rest der zerstörten Christus-Figur zu bergen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Jochen Koeniger sichert vorsichtig die Stücke der zerschlagenen Skulptur.© Foto: Jörg Heckenkamp
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Und genau das wird für die Kirchengemeinde zum Problem: „Für Außenschäden durch Vandalismus gibt es keine Versicherung.“ Da die Figur zu stark beschädigt ist, müsste sie durch eine Kopie ersetzt werden, die wohl mehr als 10.000 Euro kosten würde. „Außerdem ist dieses Kreuz ein richtiges, ein wahres Denkmal. Da kann man nicht so einfach eine neue Figur einsetzen.“

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Kreuz vor der Christophorus-Kirche zerstört

Durch Vandalismus zerstört worden ist das Kreuz, das vor der Christophorus-Kirche in Werne stand. Am Freitag begannen direkt die Aufräum- und Restaurierungs-Arbeiten.
04.07.2014
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Pfarrdechant Jürgen Schäfer schaut traurig und wütend auf die Reste des zerstörten Kreuzes.© Foto: Jörg Heckenkamp
Dr. Heinz Brückmann vom Kirchenvorstand kann den Vandalismus-Schaden kaum fassen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Fuss der Christus-Figur.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Christoph Hellbrügge und Mitarbeiter Jochen Koeniger bauten ein Gerüst auf, um den Rest der zerstörten Christus-Figur zu bergen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Experte schloss unter anderem aufgrund aktueller Risse auf eine Vandalismus-Tat.© Foto: Jörg Heckenkamp
Vorsichtig nehmen die Experten die Reste der Christus-Figur ab, die nur noch lose am Kreuz hingen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Vorsichtig nehmen die Experten die Reste der Christus-Figur ab, die nur noch lose am Kreuz hingen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Einige der zerstörten Einzelteile.© Foto: Jörg Heckenkamp
Experte Jochen Koeniger vor dem nun leeren Missionskreuz.© Foto: Jörg Heckenkamp
Dr. Christoph Hellbrügge und Mitarbeiter Jochen Koeniger nehmen die Reste vom Kreuz ab.© Foto: Jörg Heckenkamp
Dr. Christoph Hellbrügge und Mitarbeiter Jochen Koeniger nehmen die Reste vom Kreuz ab.© Foto: Jörg Heckenkamp
Viele Bürger schauten sich die blindwütige Zerstörung an und waren entsetzt.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Dr. Christoph Hellbrügge war schnell vor Ort.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Hellbrügge und Pfarrdechant Schäfer begutachten den Schaden.© Foto: Jörg Heckenkamp
Beim Sturz der Christus-Figur schlug die schwere Skulptur ein Stück aus der Sockel-Umrandung.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Christoph Hellbrügge (v. l.), Pfarrdechant Jürgen Schäfer und Dr. Heinz Brückmann aus dem Kirchenvorstand am Tatort vor der Christophorus-Kirche.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Christoph Hellbrügge (v. l.), Pfarrdechant Jürgen Schäfer und Dr. Heinz Brückmann aus dem Kirchenvorstand am Tatort vor der Christophorus-Kirche.© Foto: Jörg Heckenkamp
Restaurator Christoph Hellbrügge und Mitarbeiter Jochen Koeniger bauten ein Gerüst auf, um den Rest der zerstörten Christus-Figur zu bergen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Jochen Koeniger sichert vorsichtig die Stücke der zerschlagenen Skulptur.© Foto: Jörg Heckenkamp
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Die Inschrift auf dem Sockel datiert vom Juni 1898. „Damit fällt es in eine Zeit, die für dieses Gebäude sehr spannend war“, weiß Brückmann. In den 80er- und 90er-Jahren des 19. Jahrhunderts sei dort viel gebaut worden. „Unter anderem wurden der Turm erhöht und die ersten Fenster im Nazarener-Stil eingesetzt.“ Von daher könnte sich Brückmann durchaus vorstellen, dass das beschädigte Kreuz weiter eine Rolle spielt – in der Kirche.

„Es wäre mein persönlicher Wunsch, dass das Kreuz mit dem erhaltenen Teil der Jesusfigur als dauerhafte Mahnung innerhalb des Gebäudes erhalten bleibt“, so der Kirchenvorstand. Eine Idee, die auch der evangelische Pfarrer Martin Schiwy in einem Leserbrief an die Redaktion formuliert: „Ein erhaltungswürdiges Wahrzeichen – auch ohne Restauration sagt es immer noch: Denk mal!“

Die Alternative wäre die Suche nach einem Korpus aus der fraglichen Zeit. Brückmann: „Aktuell werden viele Kirchen profaniert. Möglich, dass man dort so etwas findet.“

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