Martha und Dirk Krampe präsentieren gemeinsam mit Christian Rasche ihren Weihnachtsbaum. © Charlotte Schuster
Tannenbaum-Kauf

Weihnachten in Werne: Auf der Suche nach dem richtigen Christbaum

Alle Jahre wieder... kauft Familie Krampe ihren Weihnachtsbaum auf dem Hof Rasche. Doch jedes Jahr stellt sich erneut die Frage, unter welcher Baum die Geschenke am Heiligen Abend liegen werden.

Die kleine Martha schaut aufgeregt, als sie sich mit ihrem Vater Dirk Krampe den Weihnachtsbäumen vom Hof Rasche nähert. Ihr Blick wandert über die 120 Nordmanntannen, deren Duft man schon aus großer Entfernung wahrnimmt. Ob bei den zahlreichen Bäumen wohl ein passender dabei sein wird?

„Was möchtest du für einen Baum haben, Martha“, fragt Dirk Krampe interessiert. Martha zögert. Dieses Jahr fällt die Entscheidung besonders schwer, denn ein Mitglied der Familie fehlt. Die Mutter von Martha liegt auf der Entbindungsstation und kann der Familie deshalb nicht bei der Auswahl helfen.

Familie Krampe hat die Qual der Wahl

Die grobe Richtung ist klar: „Zwei Meter hoch und nicht zur breit“. Der Baum müsse schließlich noch in die Ecke des Wohnzimmers passen. Der Hofinhaber Christian Rasche und seine Frau Petra machen es sich zur Aufgabe, für jeden ihrer Kunden, den perfekten Baum zu finden.

Sie zeigen den beiden direkt einen Baum – zwei Meter hoch und nicht zu breit – genau nach Krampes Vorstellungen. Doch trotzdem scheint dieser nicht der Richtige für die Familie zu sein, denn der Vater lässt sich noch eine weitere Tanne aufstellen.

Eine ziemlich schnelle Entscheidung

Nach einer kurzen Musterung ist schnell klar, dass unter diesem Christbaum demnächst die Weihnachtsgeschenke der Familie liegen werden. Auch Martha scheint sichtlich zufrieden mit der Wahl zu sein. Daraufhin wird die grüne Tanne komplett eingenetzt und sicher im Auto der Krampes verstaut.

„In den letzten Jahren war ich sonst immer einer der Letzten, der einen Baum geholt hat“, schmunzelt Krampe. Auch dieses Jahr hatte er eigentlich geplant, den Baum erst kurz vor den Festtagen zu besorgen.

Doch dann kam alles anders als gedacht. „Das war heute ein spontaner Kauf“, gibt er zu. Vor dem möglichen Lockdown, habe er noch zügig handeln müssen. Schließlich benötige die Familie einen Weihnachtsbaum.

„Gestern Abend habe ich eine Nachricht in meinen WhatsApp-Status gestellt, dass wir vielleicht auch von dem Lockdown betroffen sind“, sagt Rasche. Daraufhin hätten sich auch einige Stammkunden gemeldet, die ihren Weihnachtsbaum noch abholen möchten.

So bleibt der Christbaum lange frisch

„Hält der Baum sich denn, wenn ich ihn jetzt schon reinstelle“, fragt Krampe. Diese Sorge kann der Weihnachtsbaum-Verkäufer ihm schnell nehmen. „Unser Weihnachtsbaum steht auch schon bei uns drinnen“, sagt er.

Ein paar Tipps für eine längere Haltbarkeit gibt seine Frau trotzdem: „Man kann eine Scheibe des Stammes abschneiden und den Baum ins Wasser stellen“.

Krampe ist zufrieden. Jetzt habe er nicht nur alle Weihnachtsgeschenke zusammen, sondern auch einen passenden und schönen Weihnachtsbaum.

In diesem Fall sei der Weihnachtsbaum-Verkauf einfach gewesen. Er könne aber auch ganz anders ablaufen. Gelegentlich müssen die Rasches eine Vielzahl von Bäumen hochhalten und zeigen. Dann würde der Baum von allen Seiten inspiziert werden.

„Ein Ehestreit beim Weihnachtsbaum-Kauf passiert häufiger“, sagt Petra Rasche und lacht. Die Geschmäcker und Wünsche seien nun mal sehr unterschiedlich. „Der Eine bevorzugt helle Nadeln, der Andere hingegen dunkle. Und dann müssen sie sich einigen“, fährt sie schmunzelnd fort.

„Wenn die Kinder den Baum aussuchen dürfen, kann das auch schwierig sein. Sie haben meistens Vorstellungen, die ihre Eltern nicht haben“, bemerkt Christian Rasche. Schlimm finde er das aber nicht. Das Ehepaar Rasche nehme sich gerne Zeit für seine Kunden und freue sich, wenn alle zufrieden gestellt sind.

Über die Autorin
Freier Mitarbeiter
Neben dem Journalistik-Studium unterstützt Charlotte Schuster die Redaktion in Werne. Im Sommer 2020 hat sie ein Praktikum bei den Ruhr Nachrichten absolviert, welches ihr die schönen Seiten des Lokaljournalismus gezeigt hat.
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