Kurtulus Öztürk hat einige Spieler zum Werner SC gelotst. © Timo Janisch
Fußball

Welcher war Ihr bester Transfer für den Werner SC, Kurtulus Öztürk?

Kurtulus Öztürk hat so einige Spieler zum Werner SC gelotst. Doch welcher davon war sein persönliches Wechsel-Highlight? Im Gespräch erinnert sich der 41-Jährige zudem an einen echten Transfer-Fehlschlag.

Ob als externer Berater wie zurzeit oder zuvor als Trainer – Kurtulus Öztürk ist in der Vergangenheit für einige Transfers des Werner SC verantwortlich gewesen. Ob es sich nun um Jannik Prinz, Niklas Link oder Dominik Giffey handelt, der 41-Jährige hatte stets seine Finger im Spiel. Doch wer ist Öztürks persönlicher Top-Transfer gewesen?

Diesen einen spektakulären Wechsel, der sofort den Unterschied macht und eine Mannschaft trägt? Den hat Kurtulus Öztürk nicht, vielleicht gibt es ihn auch generell einfach nicht. „Ich kann da nicht einen, zwei oder drei hervorheben“, stellt der externe Berater des Werner SC klar.

Vielmehr habe es in den vergangenen Jahren in jeder Saison zwei oder drei wichtige Neuzugänge gegeben, mindestens genauso wichtig sei aber der ohnehin schon existierende Stamm der Mannschaft gewesen.

Exemplarisch nennt Öztürk dafür die Spielzeit 2016/17, an dessen Ende der WSC im Lindert ausgelassen den Landesliga-Aufstieg feierte. Damals gehörten Jannik Prinz und Niklas Link zu den Neuzugängen. „Den beiden habe ich in den Gesprächen gesagt: ‚Wenn ihr beide kommt, haben wir gute Chancen, Erster zu werden‘“, erinnert sich Öztürk. Und er sollte Recht behalten.

Den Aufstieg nur an den beiden Personalien festzumachen, kann und will Öztürk aber nicht: „Dazu kommen Transfers aus den vorherigen Jahren, die maßgeblich beteiligt waren und die Spieler, die zuvor schon da gewesen und geblieben sind.“

Öztürk erinnert sich an die Meister-Mannschaft

Chris Thannheiser, Sebastian Schnee, Daniel Durkalic, Joel Simon, Dennis Seifert, Marc Schwerbrock, Bastian Schöpper, Hisham Saado – die Liste ist noch länger. „Mit denen, die da waren, hat der Prozess angefangen “, betont Öztürk.

Christof Zilligen, Marvin Bruland, Youssef Saado, Julian Rohlmann, Dennis Klossek und Marvin Stöver gehörten zu weiteren wichtigen Stützen. „Auf der zentralen Position hatten wir im Aufstiegsjahr außerdem Samuel Gurcke. Berufsbedingt hat er zwar nur 14 Spiele machen können, uns aber enorm geholfen“, erinnert sich Öztürk, „und auch Torwart Sebastian Treppe dürfen wir nicht vergessen. Zum Erfolg gehört ein Torwart, der mal die Punkte festhält oder uns im Spiel hält – dazu gehörte er zu hundert Prozent. Der ganze Verein hat an einem Strang gezogen und tut es auch jetzt noch.“

Anders, als mit einer Mischung aus angestammten Kräften und nur punktuellen externen Verstärkungen sei es ohnehin nicht möglich beim Werner SC. „Es ist nicht unsere Philosophie und entspricht auch gar nicht unseren Möglichkeiten, dass wir groß mit dem Scheckheft wedeln“, erklärt Öztürk und ergänzt: „Sollte Geld für einen Neuzugang ein zu großes Thema sein, nehmen wir Abstand – unabhängig von der fußballerischen Klasse.“

Mindestens genauso wichtig wie das, was ein Kicker mit dem Fußball anstellen kann, ist sein Charakter. „Ich erkundige mich auch immer im Umfeld und schaue, ob der Spieler überhaupt zur Mannschaft passt“, beschreibt Öztürk seine Vorgehensweise. Passt es nicht, wird eben auch kein Wechsel erfolgen.

Auf der sicheren Seite ist man allerdings nicht immer, wie Öztürk in einem Fall erkennen musste: „Da habe ich einen Spieler im Dezember verpflichtet und einen Monat später wieder rausgeschmissen.“

Der Grund: „Die Gespräche zu Beginn waren top. Aber anschließend stellte sich heraus, dass er im Grunde ein ganz anderer Mensch ist. Da stand ich vor der Wahl: Schleppen wir den nun mit oder mache ich kurzen Prozess?“ Öztürk entschied sich für Option zwei, denn „Fehlschläge kommen vor und dann muss man auch dazu stehen“.

Ein Fehlschlag für Öztürk und den Werner SC – bei der langen Liste der Verpflichtungen stellt dieser Fall allerdings die große Ausnahme in den letzten Jahren dar.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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