Werne bekommt Bus zur Förderschule in Lünen

Nach Aus für Barbaraschule

Nach den Sommerferien wird es von Werne aus eine Busverbindung zum Förderzentrum nach Lünen geben. Die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) und Wernes Bürgermeister Lothar Christ bestätigten jetzt eine Einigung auf eine Linie ohne Umsteigen. Hintergrund: Die Barbara-Förderschule in Werne schließt, die Schülerinnen und Schüler müssen künftig nach Lünen.

WERNE

, 17.06.2016, 11:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Von Werne aus wird es eine Buslinie zur Föderschule nach Lünen geben.

Von Werne aus wird es eine Buslinie zur Föderschule nach Lünen geben.

Die Gespräche zwischen der VKU, der Stadt Werne und dem Kreis Unna kamen zu einem guten Ergebnis: Die Barbaraschüler bekommen einen Bus, der sie ohne Umstieg zur Friedrich-Ebert-Schule in Lünen bringt. Die Barbaraschule wird im Juli wegen der gesunkenen Anmeldezahlen schließen. 

„Dazu wird es für die Förderschüler aus Werne einen Busbegleiter geben, der ein Auge auf ein gutes Miteinander im Bus haben wird“, erklärte Uwe Greif, stellvertretender Betriebsleiter der VKU. 

Eltern und Schulvertreter hatten zuvor ihre Bedenken geäußert, dass ein Umsteigen der Kinder und Jugendlichen am Lüner Busbahnhof nicht verantwortet werden könne und sich deshalb den Bürgermeister gebeten, sich für eine direkte Busverbindung einzusetzen. Der Kreis hatte eine direkte Linie aus Kostengründen zunächst abgelehnt.

VKU will Busguides ausbilden

Bürgermeister Lothar Christ gab sich nun zufrieden mit der Entscheidung: "Für uns war von vorneherein klar war, dass wir uns auch in Zukunft für die Förderschüler aus Werne verantwortlich fühlen."

Zu Beginn des neuen Schuljahres sollen ältere Schülerinnen und Schüler zu sogenannten Busguides ausgebildet werden. Ein Projekt, das sich auch schon an anderen Schulen bewährt hat. Um die Busbegleitung vom ersten Tag nach den Ferien sicherzustellen, wird die VKU im Auftrag der Stadt mehrere geringfügig Beschäftigte einstellen. 

Schüler sollen Bustraining erhalten

Der Bus soll gegen 7:30 Uhr in Werne losfahren und kurz nach Schulende am Nachmittag ebenfalls ohne Umstieg nach Werne zurück fahren.

„Obligatorisch ist  der Erwerb des sogenannten Flashtickets. Aber das hat den Vorteil, dass die Schülerinnen und Schüler damit auch außerhalb der Schulzeiten zum Beispiel bis nach Dortmund oder Münster fahren können“, sagt Sabine Leiße, Leiterin der Abteilung Planung und Mobilität beim Kreis Unna.

Zusätzlich erhalten die Schülerinnen und Schüler noch ein gesondertes Bustraining. „Wir möchten natürlich niemanden unzumutbar belasten, aber wir wollen ihnen auch etwas zutrauen“, fasst Anja Seeber, stellvertretende Fachbereichsleiterin Schulen und Bildung beim Kreis, zusammen.

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