Werne lässt Wohnungen anrollen

WERNE Die Lippestadt wird bei Wohnmobilisten immer beliebter, dabei haben sie nur wenig zu bemängeln.

12.09.2007, 14:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das ist das erfreuliche Fazit einer Befragung von 135 WoMo-Besitzern, die der Vorsitzende des Verkehrsvereins Werne, Rolf Strohmenger, auf dem Stellplatz am Hagen durchgeführt hat. Abend für Abend - insgesamt 43 Mal - suchte Strohmenger die Wohnmobilisten auf, verteilte Stadtprospekte und erkundigte sich, was ihnen an dem Aufenthalt gefällt bzw. wo der Schuh drückt.

Bis zur Niederlassung gut

Die 135 Wohnmobilisten verbrachten 213 Tage und Nächte in der Lippestadt. Im Durchschnitt nutzten fünf Fahrzeuge den Stellplatz pro Nacht. "Viele Touristen waren auf der Durchreise, einige kannten Werne schon von früher, einige kamen ganz gezielt zum Radfahren oder zum Besuch des Natur-Solebades", berichtete Rolf Strohmenger. Besonders erfreulich: Zahlreiche Wohnmobilisten, die eigentlich nur einmal übernachten wollten, sind länger als geplant geblieben, weil ihnen die Stadt so gut gefallen hat. Ein Düsseldorfer WoMo-Ehepaar will sich gar in Werne nieder lassen.

Mehr "Saft" mit Stromsäulen

"Lob fand der Stellplatz auf dem Hagen vor allem wegen seiner Nähe zur Innenstadt und zum Solebad", erläuterte Strohmenger. Dies sei auch der große Vorteil im Wettbewerb mit dem neuen Wohnmobil-Hafen in der Rünther Marina, der, das gesteht Strohmenger neidlos ein, ausgesprochen schön angelegt sei. Im Vergleich zur Rünther Anlage fehlt den Wohnmobilisten in Werne aber etwas ganz Wichtiges: eine 230-Volt-Stromversorgung. Es seien immer mehr ältere und gut betuchte Menschen mit ihrem rollenden Heimen unterwegs, und die seien oft bestens mit Elektrogeräten, zum Beispiel Satellitenanlagen und Fernseher ausgestattet. Um diese mit "Saft" zu versorgen, reiche die Bordbatterie oft nicht aus. "Wir sollten daran arbeiten, eventuell zwei Stromsäulen zu installieren", schlug Strohmenger vor. Das könne nicht sehr teuer sein, da ja für die Platzbeleuchtung sowie die Entsorgungsstation bereits Leitungen vorhanden sein. Eine solche Investition würde sich ohnehin dadurch rechnen, dass der Strom zum einen bezahlt werden müsse, zum anderen die Touristen länger in der Stadt blieben und erfahrungsgemäß eine Menge Geld in Geschäften und Restaurants lassen würden.

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