Drei Verkehrsschilder, drei Bedeutungen: Chaos am Südring in Werne

mlzStraßenverkehr

An der einen Stelle in Werne gibt es manchen Bürgern nach zu wenige, an einer anderen Stelle zu viele Verkehrsschilder. Wenn diese sich auch noch widersprechen, ist das Chaos perfekt.

Werne

, 24.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Verkehrsschilder regeln, wie der Name schon sagt, den Verkehr. Das können sie aber nicht von alleine. Die Schilder müssen an den richtigen Orten gut sichtbar aufgestellt sein. Das war in Werne zuletzt häufiger nicht der Fall. So beschwerten sich Anwohner in der Goerdelerstraße über die unzureichende Beschilderung einer Umleitung. In der Straße laufen Bauarbeiten, die Gasleitungen werden erneuert.

Anders gestaltet sich die Situation im Südring auf der Höhe der Freilichtbühne. Hier stehen zu viele Schilder, die sich sogar widersprechen. Die an die Freilichtbühne grenzende Straßenseite ist gesperrt, die Autos fahren auf der gegenüberliegenden Seite auf dem Bürgersteig und dem Rest der Straße.

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Von der Kamener Straße kommend erblickt der Werner Verkehrsteilnehmer drei runde Schilder in blauer Farbe. Auf dem ersten ist links das Fußgängersymbol, ein Trennstrich und rechts das Fahrradsymbol zu sehen. Das bedeutet: getrennter Rad- und Fußweg.

Ein paar Meter weiter sieht er ein ähnliches Schild, die Fußgänger oben, der Radfahrer unten. Es bedeutet gemeinsamer Rad- und Fußweg. Fast parallel zu diesem steht das dritte Schild, nur mit dem Fußgängersymbol. Dazu der Zusatz „Radfahrer absteigen“. Drei Schilder in wenigen Metern, die sich gegenseitig widersprechen. Das Chaos ist perfekt.

Gleiche Position, anderer Blickwinkel: Diese drei Schilder stehen in unmittelbarer Nähe am Südring in Werne.

Gleiche Position, anderer Blickwinkel: Diese drei Schilder stehen in unmittelbarer Nähe am Südring in Werne. © Pascal Löchte

Auch die Stadt Werne selbst ist ratlos. Auf Anfrage unserer Redaktion teilte Adrian Kersting, Abteilungsleiter Straßen und Verkehr, mit, man wisse davon nichts und werde sich die Situation am Montag (26. Oktober) anschauen. Generell sei es aber so, dass die Stadt nur bei Bauarbeiten, die sie selbst durchführt, für die Beschilderung zuständig ist. Sonst müsse sich die bauende Firma um die entsprechende Beschilderung kümmern.

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