Überquellender Mülleimer auf dem Weg zwischen Horne und Stadthaus auf diesem Foto aus dem Jahr 2019. Die Werner Politik will endlich etwas gegen die Vermüllung der Stadt tun. © Jörg Heckenkamp
Müllkonzept gefordert

Werne vermüllt immer mehr – doch getan hat sich bislang nichts

Es gibt zwei Themen, bei denen Politiker in Werne zu langen Wortgefechten anheben: Hundekot und Müll. Vor einiger Zeit im Ausschuss für den Kommunalbetrieb war es die Vermüllung Wernes.

Als Artur Reichert von der FDP seinen Antrag zu Eindämmung des Mülls in Werne erläutert hatte, sagte eigentlich jeder Fraktionsvertreter, dass man einen ähnlichen Antrag schon mal gestellt habe. „Aber passiert ist nichts“, sagte beispielsweise Uta Leisentritt (CDU). Parteifreund Raimund Hölscher ergänzte: „Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad durch die Bauernschaften. Es ist grauenvoll. Überall wird Müll hingeschmissen.“

Reichert hatte zuvor ein Konzept gefordert. „Haben wir ausreichend Mülleimer? Müssen wir defekte Mülleimer ersetzen? Wo sind besonders müllintensive Stellen? Wie oft muss geleert werden? Das sind alles Fragen, die wir in einem Konzept beantwortet haben wollen.“ Ausschuss-Vorsitzender Lars Hübchen (SPD) hielt dagegen, dass man kein Konzept benötige, sondern „es geht doch letztlich nur darum, wie viele Mülleimer wir haben und wie oft die geleert werden.“

Dem widersprach Uta Leistentritt. Die Vermüllung der Stadt habe in den vergangenen Jahren zugenommen „und wir müssen den Bürgern zeigen, dass wir was tun“. Was das genau sei, könne man so nicht entscheiden „und dafür ist ein Konzept nötig, wie es die FDP fordert“. Das sahen dann letztlich alle Volksvertreter genauso und der Antrag der freien Demokraten passierte einstimmig den Ausschuss.

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Jörg Heckenkamp

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