Werner FDP-Funktionärin hatte auf Jamaika gehofft

Im Bad erfahren

Der Abbruch der Jamaika-Sondierung durch die FDP in der Nacht zu Montag kam völlig überraschend. Auch für die Werner FDP-Fraktionsvorsitzende Claudia Lange. Wir haben sie gefragt, wann und wo sie die Nachricht erfahren hat.

Werne

, 21.11.2017, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Claudia Lange (2.v.r.), hier beim Liberalen Frühlingsempfang, hatte sich Hoffnungen auf eine Regierungsbeteiligung ihrer Partei gemacht.

Claudia Lange (2.v.r.), hier beim Liberalen Frühlingsempfang, hatte sich Hoffnungen auf eine Regierungsbeteiligung ihrer Partei gemacht. © Foto: Elke Hüttemann

Die Nachricht vom Abbruch der Jamaika-Sondierungen durch den FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner erfuhr Claudia Lange gestern Morgen im Bad. „Durchs Radio. Da war ich dann schlagartig wach“, sagt die heimische FDP-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat auf Anfrage mit einem Schmunzeln in der Stimme.

Mit Abbruch nicht gerechnet

Sie hätte eine Beteiligung ihrer Partei an einer Bundesregierung gutgeheißen. „Wenn man sich auf gute Kompromisse einigen kann.“ Mit einem solch abrupten Abbruch der Sondierungen mitten in der Nacht von Sonntag auf Montag hatte sie nicht gerecht. „Ich hatte auf Jamaika gehofft.“

„Die FDP ist standhaft geblieben“

Doch wenn sie nun höre, wie viele Kröten die Liberalen in einer Koalition mit CDU/CSU und Grünen hätten schlucken müssen, „dann ist die FDP standhaft geblieben und hat Rückgrat gezeigt.“ Man dürfte die eigenen Ziele nicht verwässern lassen und solle dann lieber standhaft bleiben.

In Werne arbeite ihre Fraktion gut mit den Grünen zusammen, sagt Lange: „Aber ich kann mir natürlich vorstellen, dass das auf Bundesebene mit ganz anderen Themen auch ganz anders ist.“jöh

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