Werner Genossen stimmen für Fusion

WERNE Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Werne haben am Montagabend dem Vorschlag ihres Vorstandes zugestimmt, sich mit den Stockumer Genossen zu einem neuen SPD-Ortsverein zusammenzuschließen.

von Von Rudolf Zicke

, 24.09.2007, 21:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein eindeutiges Votum für den Zusammenschluss mit dem Ortsverein Stockum gaben die Werner Sozialdemokraten ab.

Ein eindeutiges Votum für den Zusammenschluss mit dem Ortsverein Stockum gaben die Werner Sozialdemokraten ab.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Kolpinghaus hatte vor der Abstimmung der Noch-Ortsvereinsvorsitzende Prof. Dr. Andreas Heinecke keine Probleme, die Genossen auf ein positives Votum einzuschwören.Ämterzahl reduzieren Der Zusammenschluss, so Heinecke, führe zu einer Verschlankung der Organisationsstruktur der Partei. Der Stadtverband als Dach der beiden bisherigen Ortsvereine sei nicht mehr nötig, die große Zahl der Ämter könne deutlich reduziert werden, die SPD habe dadurch die Chance, wieder eine schlagkräftige Truppe zu werden. Lediglich ein einsame kritische Stimme meldete sich zu Wort: „Der Ortsverein Werne ist doch schon tot, wollt Ihr Stockum jetzt mit herunterziehen“, schimpfte Werner Negrassus, der sich von der SPD-Führung „über den Tisch gezogen“ fühlte.

20 von 22 dafür Kurz und heftig widersprach Ortsvereinsvorsitzender Heinecke, ließ abstimmen – und das Votum war eindeutig: 20 der 22 anwesenden Sozialdemokraten sprachen sich für die Fusion zum 1. Januar 2008 aus; der Vorschlag für eine neue Satzung wurde gar bei nur einer Enthaltung verabschiedet. Diese Satzung, die der alte dem künftigen neuen Ortsverein vorschlägt, soll, sagte Prof. Dr. Heinecke, ein deutliches Zeichen in Richtung Stockum sein, „ein Signal, dass der kleinere Ortsverein nicht unter die Räder kommt.“ Die Satzung soll u.a. festlegen, dass der neue Ortsvereinsvorstand drei Vorsitzende erhält, von denen mindestens eine(r) aus der Gersteingemeinde stammen soll. Auch bei der Aufstellung der Listen für die Kommunalwahl sollen die Stockumer wie bisher „zu ihrem Recht“ kommen.Stockumer tagen noch Die Stockumer SPD-Mitglieder werden in etwa drei Wochen tagen. Wenn sie sich ebenso wie die Werner entscheiden, womit die Spitzen der beiden Ortsvereine und des Stadtverbandes fest rechnen, wird der Unterbezirk Unna das Verfahren zum Zusammenschluss der beiden Ortsvereine durchführen. Anfang des nächsten Jahres werden die Werner und Stockumer SPD-Mitglieder dann erneut wählen dürfen: den neuen Vorstand des neuen Ortsvereins.

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