Werner Hobbykoch bekommt nur wenige Punkte

Das perfekte Dinner

Das hatte sich Markus Postler anders vorgestellt: Bei der TV-Sendung "Das perfekte Dinner" war der Werner selbstbewusst ins Rennen gegangen - und bekam von den anderen Kandidaten nur 15 von 40 möglichen Punkten. Trotzdem würde er wieder mitmachen und gibt einen Blick hinter die Kulissen

WERNE

, 09.07.2015, 12:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Update 10. Juli: Postler hatte bereits in den Tagen vor seinem eigenen großen Auftritt einen schweren Stand bei seinen Mitstreitern: "Weiß alles, kann alles" und "Der haut immer sehr auf die Sahne", hieß es von ihnen in Einspielern während der Sendung. Dass dann auch noch Katzenhaare am Esstisch auftauchten, kam gar nicht gut an. In den drei Tagen vor seiner Show sind immer mindestens 27 Punkte vergeben worden - Markus Postler bekam 15.

Unser Bericht vom Donnerstag:

Filetsteaks mit Grillgemüse aus dem amerikanischen Smoker gab es bei Markus Postler auf den Tellern. Der Anwalt und Notar aus Werne ist vor einiger Zeit nach Hamm gezogen - dort wurde die Sendung im Mai aufgezeichnet. "Meine Frau hatte mich angemeldet, weil ich so gerne koche", sagt der 59-Jährige. Etwas mehr als ein halbes Jahr nach der Anmeldung meldete sich die Produktionsfirma der Serie - und im Casting konnte Postler überzeugen. Viel durfte der Hobby-Koch über den Inhalt der Sendung nicht verraten, aber er gibt Einblicke hinter die Kulissen.

Gibt es Veganer, Anti-Alkoholiker?

Schwierig sei vor allem gewesen, zu wählen, an welchem Tag der Woche man die Gäste empfangen möchte. Montags weiß man noch nicht, ob es Veganer, Allergiker oder Anti-Alkoholiker in der Gruppe gibt, "und am Donnerstag ist man schon ein wenig genervt von den Leuten", gibt Postler zu. Schließlich komme man fünf Tage lang immer erst zwischen 1 und 3 Uhr ins Bett. Ob er zu den anderen Kandidaten denn Kontakt halten will? "Da warte ich erst mal, bis ich weiß, wer mir welche Punkte gegeben hat", sagt er. Er kannte zwar seine Gesamtpunktzahl, erfuhr aber erst bei der Ausstrahlung, wie die zustande kamen.

Einblicke in fremde Wohnungen 

Bis zu 18 Personen seien während des Drehs bei ihm im Haus gewesen, unter anderem drei komplette Kamerateams. "Der Reiz der Sendung besteht ja darin, in fremde Häuser zu gucken", ist sich Postler bewusst. Unter anderem durchsuchen die anderen Kandidaten die Schränke des Gastgebers, während dieser in der Küche werkelt. Allerdings konnte der Werner im Vorfeld Tabu-Zonen einrichten und festlegen, dass die Unterwäsche-Schubladen zubleiben und nur ein Raum in der Etage seines Sohnes gefilmt wird.

Und Postler wurde bewusst: "Beim Fernsehen wird überall getrickst." Um alles im richtigen Licht zu filmen, müssen viele Dinge wiederholt und neu gedreht werden. Markus Postlers Tochter ist zum Beispiel nicht rein zufällig nach Haus gekommen, sondern wurde natürlich vorher sorgfältig mit einem Mikrofon verkabelt: "Und die wollen ja auch ein Bisschen Action, Ärger und Intrige." Trotz allem Trubel, Postler würde sich die TV-Horde wieder ins Haus holen - und hat jetzt seine Frau angemeldet.

Die Sendung läuft am Donnerstag, 9. Juli, ab 19 Uhr auf Vox. Am Freitag, 10. Juli, wird zur selben Uhrzeit der Wochensieger gekürt.

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