Werner Sternsinger sammeln trotz strömendem Regen stolze Summe für den guten Zweck

Sternsinger

Bei strömendem Regen zogen sie durch die Straßen und verteilten ihren Segen: Die Werner Sternsinger haben eine stolze Spendensumme gesammelt - trotz Verwechslung und Polizeieinsatz.

von Leandra Stampoulis, Mario Bartlewski, Louisa Neupert

Werne

, 06.01.2019, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch kein Regen oder Wind kann die Sternsinger von ihrem Weg in die Kirche abbringen.

Auch kein Regen oder Wind kann die Sternsinger von ihrem Weg in die Kirche abbringen. © Leandra Stampoulis

Caspar richtet seine Krone, guckt mit großen Augen um sich herum. So viele Könige sind versammelt. Dieser Caspar heißt eigentlich Alex und ist acht Jahre alt: „Ich habe zum ersten Mal mitgemacht, ich fand es echt gut und ich hatte Spaß! Nur der Regen hat ein bisschen genervt.“

Das Wetter war nicht so optimal, als die rund 90 Sternsinger der Bereiche von St. Christophorus und Maria Frieden um die Häuser zogen. Drei Tage lang sammelten sie Geld für den guten Zweck.

Spendensumme an hilfsbedürftige Kinder

In diesem Jahr stand alles unter der großen Überschrift: Hilfe für Kinder mit Behinderung. Antonie Krapf ist Pastoralassistentin und unterstreicht, dass es in diesem Jahr eine „stolze Summe“ sei.

14.714,16 Euro haben die Kinder in St. Christophorus und Maria Frieden gesammelt. „Das ist ein bisschen mehr als im letzten Jahr und sehr toll“, so Krapf. Ein Teil geht an ein Hilfsprojekt von Pfarrer „Saga“ nach Indien. Der Großteil geht aber an ein Sternsingerprojekt nach Peru.

Erwachsenengruppe zog über die Bauernhöfe

Auch in den anderen Kirchen der Pfarrgemeinde St. Christophorus haben die Sternsinger fleißig gesammelt und ihren Segen verteilt. 4175,45 Euro kamen in Stockum zusammen, 1634 Euro in Horst und nochmals 834,50 Euro durch Erwachsenengruppen des Familienkreises, die die Bauernhöfe der Region besuchten.

„Wir sind sehr zufrieden und hatten viele Kinder dabei“, so Pfarrer Karl-Heinz Hense. Nahezu jeden Haushalt konnte man dadurch in Stockum besuchen.

Positiver Trend ist erkennbar

Ein Trend, den man auch in St. Johannes erkennen konnte. „Wir haben dieses Jahr wieder mehr Kinder begeistern können Sternsinger zu werden und das freut uns sehr“, so Pia Gunnemann, Pastoralreferentin. Rund 48 Kinder waren für das Gebiet Konrad-St. Johannes zuständig.

„Jede Gruppe konnte so viel gehen, wie sie wollte. Denn das Gebiet ist sehr groß, sodass es sehr schwierig war, zu jedem Haushalt zu gehen. Wir sind wirklich froh über jeden und hoffen, dass es die nächsten Jahre so gut weitergeht“, erklärte Gunnemann.

Der Chor „Voices from heaven“ sang beim Gottesdienst in St. Johannes.

Der Chor „Voices from heaven“ sang beim Gottesdienst in St. Johannes. © Louisa Neupert

In St. Johannes konnten die Kinder und Jugendlichen 8077,76 Euro einnehmen. In ganz Werne haben die Sternsinger damit zusammengezählt mehr als 29.000 gesammelt.

Als Dank gab es nach dem Gottesdienst in St. Johannes ein Pizzaessen für die Sternsinger. Bei dem Gottesdienst trat der Chor „Voices from heaven“ auf – dabei waren neben Kommunionskindern und Vorschulkindern auch einige Sternsinger dabei.

Auch in St. Christophorus freuten sich die Kinder über den Gottesdienst. Sie zogen noch einmal extra ihre bunten Königskostüme an. Einzelne Könige brachten sogar ihren eigenen selbst gebastelten Stern mit.

Viele Geschichten von der Sternsingerreise

Die Könige nahmen ihren Platz ganz vorne in der Kirche ein und lauschten gespannt den Worten von Antonie Krapf, die sie als erstes nach ihren Erlebnissen fragte.

Ein Junge mit einem roten Turban auf dem Kopf erzählte: „Jemand hat uns an seine Tür ein Säckchen mit Geld gehängt, weil er selbst nicht zu Hause war“. Ein anderer weiblicher König berichtet, dass eine ältere Dame zu Tränen gerührt war, als sie die Kinder gesehen habe.

Sternsinger für Bettler gehalten: Polizeieinsatz

Aber die lustigste oder auch erschreckendste Geschichte brachte ein anderer weiblicher König mit: „Bei uns hat jemand die Polizei gerufen! Die Frau hat gedacht, dass wir Bettler sind.“ Daraufhin seien zwei Polizisten gekommen und klärten die Situation auf.

Während des Gottesdienstes sangen die Besucher gemeinsam ein Lied mit der Passage: „Ich glaube an die Liebe“ und genau diese Botschaft kam bei der hohen Summe der Spende auch sofort in den Kopf.

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