Werner wegen Kinderpornos zu Geldstrafe verurteilt

Vor dem Lüner Amtsgericht

Einem 50- jährigen Werner wurde Besitz und Verbreitung kinderpornografischer Schriften vorgeworfen. Am Mittwoch musste sich der Mann vor dem Lüner Amtsgericht verantworten. Die Bilder und Filme aus den Jahren 2013 bis 2015 wurden im vergangenen Jahr bei einer Hausdurchsuchung gefunden.

WERNE

27.01.2016, 18:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mann aus Werne muss sich wegen Besitz und Verbreitung kinderpornographischer Schriften vor dem Lüner Amtsgericht verantworten.

Ein Mann aus Werne muss sich wegen Besitz und Verbreitung kinderpornographischer Schriften vor dem Lüner Amtsgericht verantworten.

In den vier Fällen, die zur Anklage kamen, waren männliche Kinder im Alter ab zehn Jahren, bei eindeutigen sexuellen Praktiken zu sehen. Der Angeklagte sei homosexuell und habe auf einer entsprechenden Seite im Internet Kontakte gesucht. Zunächst seien nur Bilder und Filme mit erwachsenen Männern getauscht worden.

Später seien es dann Kinderpornos gewesen, die man ihm auch unaufgefordert geschickt hätte. Niedergeschlagen sprach er von seiner Scham und davon, dass ihn die Sache „völlig fertig“ mache.

Sogar mit suizidalen Gedanken habe er gespielt, berichtete sein Verteidiger. Der Angeklagte habe schon versucht, therapeutische Hilfe zu finden, doch das sei sehr schwierig und mit langen Wartezeiten verbunden.

Angeklagter brachte Handy mit Filmen in die Wache

Für Richter Ulrich Oehrle vollkommen unverständlich. Gerade Menschen, die eine latente Gefahr darstellten, müsste unmittelbar geholfen werden, resümierte er.

Die Daten auf dem Handy waren zwar gelöscht, doch konnten sie wieder hergestellt werden. Dass das möglich wurde, war dem Angeklagten zu verdanken. Die Ermittler hatten das Handy sichergestellt, es dann aber in der Wohnung liegengelassen. Der Angeklagte selbst brachte es auf die Wache. Das Urteil: 130 Tagessätze á 75 Euro, somit 9750 Euro.

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