In Werne könnten in Zukunft Hilfskräfte aus Afghanistan Schutz finden. © Oskar Neubauer (A)
Flüchtlinge in Werne

Wie die Nachbarstädte: Stadt Werne könnte bald Hilfskräfte aus Afghanistan aufnehmen

Nach der faktischen Machtübernahme der Taliban möchte das Land NRW 1800 afghanische Hilfskräfte aufnehmen. Einige von ihnen könnten auch in Werne Schutz finden.

Die Landesregierung hatte vor einem Monat erklärt, 1800 Hilfskräfte und schutzbedürftige Personen aus Afghanistan aufzunehmen. Nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan haben unzählige Menschen versucht, aus dem Land zu fliehen. Einige von ihnen könnten in Zukunft Schutz in Werne bekommen.

Wann das der Fall sein wird und wie viele Personen die Lippestadt dann zugewiesen bekommt, sei jedoch noch unklar, erklärte Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens im Ausschuss für Soziales, öffentliche Ordnung, Integration und Inklusion am Dienstag (21. September). Klar ist aber, dass neben den Nachbarorten Selm und Lünen, die laut Mertens bereits Hilfskräfte aus Afghanistan aufgenommen haben, auch Werne in die Verteilung mit einbezogen werden könnte.

218 Personen in Flüchtlingsunterkünften in Werne

Zurzeit lebten insgesamt 218 Personen in Flüchtlingseinrichtungen der Stadt Werne, berichtete Mertens. Dabei würde man bei einer Belegungsquote von knapp über 100 Prozent liegen, „weil wir derzeit mehr Menschen aufgenommen haben, als wir eigentlich müssten“, erklärt Mertens. In der Vergangenheit seien aber auch Plätze frei geblieben. Zudem könne sich die Situation täglich ändern.

Insgesamt sollen 1800 Flüchtlinge aus Afghanistan in NRW aufgenommen werden. Dabei geht es um 800 Plätze für Ortskräfte, die in den vergangenen Jahren dort für Deutschland gearbeitet haben. 1000 weitere Plätze sollen vornehmlich Frauen offenstehen, die in den Bereichen Bürgerrechte, Menschenrechte, Kunst und Journalismus arbeiten und die besonders bedroht sind. Auch Familienangehörige gehören dazu.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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