Wie sieht die Zukunft des Bürgerfunks aus?

WERNE 506 Stunden auf Sendung - das ergibt ein Jahr Radio Initiative `90 Werne (RI90). Auf seiner Jahreshauptversammlung blickte das Radio auf 2007 zurück und bestätigte den Vorstand. Doch die finanzielle Zukunft sieht nicht ganz so rosig aus.

von Von Dominik Gumprich

, 29.01.2008, 12:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Vorstand von Radio Initiative `90 Werne wurde einstimmig wiedergewählt.

Der Vorstand von Radio Initiative `90 Werne wurde einstimmig wiedergewählt.

Hubert Schmölzl (Erster Vorsitzender), Magnus See (Zweiter Vorsitzender) und Julia Kwiatkowski (Kassenwartin) werden so auch 2008 die Geschicke des Senders leiten.

1032 Sendeminuten im Bürgerfunk

Auf der Versammlung am Montagabend stellte der Verein sein Programm des vergangenen Jahres vor: 506 Stunden war das Krankenhausradio auf Sendung, 1032 Sendeminuten im Bürgerfunk auf Antenne Unna, und 700 Sendeminuten war das Schulradio des Anne-Frank-Gymnasiums auf dem Pausenhof zu hören.

Für das Schulradio sieht Hubert Schmölzl jedoch schwarz: „Die Technik ist dort vorhanden, aber die Schüler und Lehrer müssen auch Interesse zeigen.“ Das Krankenhausradio spielte evangelische Andachten in Zusammenarbeit mit Pfarrerin Susanne Krämer-Puzicha, außerdem richtete die Werner Autorin Renate Behr eine „Literatur-Ecke“ in der Sendung von Magnus See ein.

Führerschein für Radio-Reporter

Die finanzielle Landesförderung des Bürgerfunks in NRW wird in diesem Jahr eingestellt so dass dieser vor einer ungewissen Zukunft steht. Dazu war der Chefredakteur von Antenne-Unna geladen: Elmar Thyen erklärte den Mitglieder der RI90, dass es noch keine genauen Planungen seitens der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen gebe.

Die Radio-Reporter sollen in Zukunft eine Art „Führerschein“ machen. „Ab Juni ist eine Qualifikation erforderlich, um im Bürgerfunk zu arbeiten“, so Thyen. „Es sind im Moment Zahlen von bis zu 300 Euro pro Ausbildung im Gespräch.“

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