Unsere Aktion für Heldinnen und Helden in Werne in der Corona-Krise

„Wir sagen Danke“

Sie arbeiten, während alle anderen zuhause bleiben - und sind für uns die Heldinnen und Helden der Krise. Wir haben fünf von ihnen fotografiert und laden Sie ein, ebenfalls „Danke“ zu sagen.

Werne

, 25.03.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Anastasia Mork (24) ist eine Heldin in Werne in der Corona-Krise. Sie sorgt mit dafür, dass das alltägliche Leben, nämlich der Einkauf in der Bäckerei Telgmann, weiter möglich ist.

Anastasia Mork (24) ist eine Heldin in Werne in der Corona-Krise. Sie sorgt mit dafür, dass das alltägliche Leben, nämlich der Einkauf in der Bäckerei Telgmann, weiter möglich ist. © Sylva Witzig

Unsere Städte und Gemeinden laufen auf Notbetrieb. Wer vernünftig ist, bleibt zu Hause. Doch nicht alle können zu Hause bleiben, denn wir müssen weiter einkaufen, zum Arzt gehen, Medikamente besorgen oder tanken.

Die Heldinnen und Helden der Corona-Pandemie sind Menschen, die vor Ort das Leben weiter möglich machen. Jene Männer und Frauen, die in Krankenhäusern, Apotheken oder an den Supermarkt-Kassen arbeiten, damit unsere Grundversorgung gesichert ist. Homeoffice geht hier nicht.

Für diese Menschen ist harte Arbeit mit Kunden-Kontakt im Dienste der Gemeinschaft der beschwerliche Alltag. Dafür wollen wir herzlich DANKE! sagen. An dieser Stelle finden Sie stellvertretend für viele Heldinnen und Helden der Krise in Werne Menschen, bei denen wir uns bedanken möchten.

Die Kassiererin

Sie legt ein Lächeln auf. Jetzt erst recht. In diesen schwierigen Zeiten versucht Heike Glas (55), trotz angespannter Situation freundlich zu bleiben. Glas ist Kassiererin im Rewe Symalla im Horne-Center. Schon seit 40 Jahren ist die Bergkamenerin im Einzelhandel tätig. Noch nie zuvor hat sie eine solche Ausnahmesituation erlebt.

„Für Jeden von uns ist das alles neu. Für müssen alle irgendwie damit klar kommen“, sagt die 55-Jährige. Für sie ist es aber selbstverständlich, hier an der Kasse zu sitzen. „Ich bin froh, wenn ich anderen helfen kann.“ Sie bleibt natürlich freundlich. Und am Ende sagt sie immer noch: „Bleiben Sie gesund!“

„Ich bin froh, wenn ich anderen helfen kann“, sagt Kassiererin Heike Glas.

„Ich bin froh, wenn ich anderen helfen kann“, sagt Kassiererin Heike Glas. © Andrea Wellerdiek

Der Nachbar

Hilfe kann manchmal so einfach sein. Das hat sich auch Kay Hirschhäuser (53) aus Werne gedacht. Deshalb hat er zu einer Nachbarschaftshilfe aufgerufen. „Es ist doch wichtig, gerade alten Menschen mit Einschränkungen zu helfen. Wenn man als Nachbar ein paar Dinge bedenkt, ist das sicherlich auch möglich. Ich glaube, wir in Werne können das hinkriegen“, betont er.

Das Konzept ist eigentlich recht einfach: Wer Einkäufe benötigt und diese nicht mehr selbst tätigen kann, kann seinen Nachbarn darum bitten, dies für ihn zu erledigen. Telefonisch, über das Internet oder per Zettel. Hirschhäuser selbst hilft bereits auf diese Weise mit.

Kay Hirschhäuser möchte mit einer Nachbarschaftshilfe andere unterstützen.

Kay Hirschhäuser möchte mit einer Nachbarschaftshilfe andere unterstützen. © Felix Püschner (A)

Die Backfee

Trotz geschlossener Café-Tür duftet es in der Backstube von Telgmann verführerisch nach frischem Gebäck. Verantwortlich dafür ist unter anderem Anastasia Mork (24). Sie ist Bäckermeisterin und backt in der Bäckerei Telgmann nicht nur kleine Brötchen. Tag für Tag sorgt sie mit dem Telgmann-Team dafür, dass die treuen Kunden ihr Gebäck genießen können.

Die Telgmanns bieten neben dem Verkauf in der Bäckerei einen neuen kontaktlosen Lieferdienst an. „Wir würden Zuhause eingehen“, sagt Mork. Ihre Kolleginnen nicken zustimmend. „Ich freue mich über jeden Tag, den ich hier arbeiten darf. Die Stimmung in der Backstube ist Bestens.“

Bäckermeisterin Anastasia Mork (24) backt in der Bäckerei Telgmann für die Werner Brot und Süßspeisen.

Bäckermeisterin Anastasia Mork (24) backt in der Bäckerei Telgmann für die Werner Brot und Süßspeisen. © Sylva Witzig

Die Tankstellen-Mitarbeiterin

Mit viel Elan geht Anja Üzel (33) ihrer Arbeit an der Elan-Tankstelle nach. „Ich hatte drei Tage frei und das war schon schlimm für mich“, berichtet sie. Denn gerade jetzt möchte sie für die Werner da sein: „In solchen Situationen möchte man helfen und mit anpacken, damit wir gut durch die Krise kommen. Ich habe großen Respekt vor den Ärzten, Rettungskräften und Co., die jetzt in ganz besonderem Maße für uns da sind.“

Um den Einsatzkräften den Tag ein wenig zu versüßen, schlug sie ihrem Chef vor, ihnen einen Gratis-Kaffee zu servieren. Das fand nicht nur in der Tankstelle, sondern auch in sozialen Netzwerken regen Anklang.

Anja Üzel arbeitet weiter in der Elan-Tankstelle.

Anja Üzel arbeitet weiter in der Elan-Tankstelle. © Sylva Witzig


Der Kirchenpfleger

Küster Marco Hüsing (33) kümmert sich auch in schweren Zeiten um die Christophorus-Kirche. Zu den Aufgaben des gebürtigen Herberners gehört beispielsweise die Kerzenpflege, Hausmeistertätigkeiten und das Anziehen des Pfarrers für die Messe.

Gemeinsam mit dem Organisten und Pfarrer Schäfer hält er nun jeden Tag die Messe ab und sendet sie live auf Facebook. „Ich sehe es als Dienst an den Menschen“, sagt Hüsing. „Die Werner sollen Halt in der Not finden“, fügt er hinzu. Die Kirche steht den Gläubigen weiter zum stillen Gebet offen. Hüsing sorgt dafür, dass die Menschen beim Gebet den gebotenen Sicherheitsabstand halten.

Marco Hüsing kümmert sich als Küster um die Christophorus-Kirche.

Marco Hüsing kümmert sich als Küster um die Christophorus-Kirche. © Sylva Witzig

Wenn Sie sich auch bedanken möchten, dann können Sie das auf unserer Webseite tun. Oder schreiben Sie uns eine E-Mail an lokalredaktion.werne@lensingmedia.de mit dem Betreff „Danke“.
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