Wohnen beim Chef: Thermo Sensor baut eigenes Haus für zehn Mitarbeiter

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Wohnungen für die Mitarbeiter: Thermo Sensor plant einen Neubau einer Immobilie, in der zehn Mitarbeiter einziehen sollen. Bei der Mieter-Auswahl spielen verschiedene Kriterien eine Rolle.

Werne

, 04.08.2019, 08:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was bereits am Standort in Bönen in einem Acht-Parteien-Haus gut funktioniert, soll es bald auch in Werne geben: Werkswohnungen für Mitarbeiter. Thermo Sensor, der Hersteller von Produkten in der Temperatur-, Mess- und Regeltechnik, plant, selbst Wohnraum für Arbeitnehmer zu schaffen. Konkret geht es um die Immobilie an der Adresse Tigge 28.

Das einstige Wohnhaus der Gärtnerei Brüggemann, das bereits seit einigen Jahren leer steht, haben die Verantwortlichen von Thermo Sensor nun gekauft. Die Immobilie soll nach eigenen Angaben abgerissen werden. Wohl in den kommenden Monaten werde der Abriss beginnen.

Zehn hochwertig ausgestattete Wohnungen

Auf dem Grundstück soll dann ein Wohnhaus mit insgesamt zehn Wohnungen entstehen. Hier sollen ausschließlich Mitarbeiter von Thermo Sensor einziehen. Hochwertig ausgestattete Wohneinheiten mit Größen von 80 bis 120 Quadratmetern und Kaminen sowie ein Aufzug und eine Tiefgarage sind in dem Objekt geplant, erklärt Birthe Dobslaff (37), Prokuristin bei Thermo Sensor.

Und die ersten Interessenten für die Wohnungen, die voraussichtlich Ende des Jahres 2020 fertig gestellt sein sollen, gibt es laut Dobslaff bereits. Im vergangenen Jahr habe man zunächst einmal in der Belegschaft nachgehört, ob es überhaupt genügend potenzielle Mieter für das Objekt, das in der Straße Tigge parallel der B54 und zentrumsnah liegt, geben würde.

Wohnen beim Chef: Thermo Sensor baut eigenes Haus für zehn Mitarbeiter

© Andrea Wellerdiek

Resonanz, die überrascht

„Wir bauen ja nicht auf gut Glück ein Haus“, so die Prokuristin. Sogar deutlich mehr Interessenten als erwartet hätten sich seit dem vergangenen Jahr in die Listen eingetragen. Auch ihre Wünsche konnten sie hier eintragen: Einen Kamin hätten viele zum Beispiel gern.

Etwa 20 potenzielle Mieter für die zehn geplanten Wohnungen gibt es in jedem Fall. „Mit so einer Resonanz hätten wir nicht gerechnet“, sagt Dobslaff. Dabei hätten sich Interessenten aus den unterschiedlichsten Abteilungen gemeldet, erzählt die 37-Jährige weiter.

Betriebszugehörigkeit für Auswahl entscheidend

Kollegen aus der Fertigung hätten Interesse bekundet, ebenso Mitarbeiter aus dem Qualitätsmanagement, um nur zwei Beispiele zu nennen. Sowohl Paare als auch Familien könnten in die neue Immobilie ziehen.

Die Entscheidung, welche Mitarbeiter in die neuen Werkswohnungen ziehen werden, werde nach bestimmten Kriterien fallen. Betriebszugehörigkeit und Loyalität zum Unternehmen seien etwa zwei wichtige Punkte bei der Auswahl der neuen Mieter, erklärt Dobslaff.

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