Schön und günstig wohnen: Pläne für neues Wohngebiet an der ehemaligen Wiehagenschule stehen

Wohnen im Kastanienquartier

Der Wohnungsmarkt in Werne ist angespannt. Hunderte suchen vergeblich nach bezahlbaren Wohnungen. Nun tut sich was. Die ehemalige Wiehagenschule soll für neue Wohnungen weichen.

Werne

, 05.02.2020, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schön und günstig wohnen: Pläne für neues Wohngebiet an der ehemaligen Wiehagenschule stehen

So sehen die Planungen für das Kastanienquartier an der Horster Straße aus. © Entwurf: Assmann Architekten; Visual.: 3dpixel

Bezahlbarer Wohnraum ist knapp in Werne - und das ist noch harmlos ausgedrückt. 800 Bewerber befinden sich alleine auf der Warteliste des Bauvereins. Da kommt es gerade Recht, dass auf dem Gelände der alten Wiehagenschule neue Wohnungen entstehen sollen - zu einem günstigen Mietpreis.

Das alte Gebäude der Wiehagenschule, das nach dem Umzug in den Neubau nicht mehr benötigt wird, soll abgerissen werden. Auf derselben Fläche soll ein Wohngebiet der WBG Lünen mit dem Namen Kastanienquartier entstehen.

28 neue Wohneinheiten an der Horster Straße

In zwei Gebäuden sollen an der Horster Straße 28 neue Wohneinheiten entstehen, dafür hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr nach einer Präsentation der Pläne am Dienstagabend, 5. Februar, einstimmig entschieden.

Die Hälfte der Wohnungen soll öffentlich gefördert werden. Heißt für Interessierte: günstige Mieten. Jan Hische von der WBG rechnet mit etwa 5,50 Euro pro Quadratmeter. Für die andere Hälfte der Wohnungen legt die WBG hingegen einen Quadratmeterpreis von etwa 9 Euro fest. Ein deutlicher Unterschied also.

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Kinder sollen auf den Spielplätzen des Kastanienquartiers an der Horster Straße spielen können. © Entwurf: Assmann Architekten; Visual.: 3dpixel

Um das umzusetzen, verkauft die Stadt das 3800 Quadratmeter große Gelände an die WBG, die schon im März alles in die Wege leiten möchte. Dann soll alles schnell gehen mit den Wohnungen, die es in den Varianten 47, 62, 77 und 92 Quadratmeter geben soll.

Im März 2020 soll der Grundstückskauf unter Dach und Fach sein, sodass man im Mai mit dem Abbruch des Bestandsgebäudes und der Herrichtung des Grundstücks beginnen kann. Der Baubeginn ist für August angepeilt und eine Fertigstellung noch 2021.

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Zu den zehn Wohneinheiten im Erdgeschoss, die barrierefrei gebaut werden, gehört jeweils ein Garten. In den Wohnungen darüber ist hingegen ein Balkon Standard. Zusätzlich gehören zu den Wohnungen vorgestellte Fahrradständer sowie Parkplätze für Autos.

„Das ist eine rundum gelungene Sache, von der alle Bürger profitieren“, lobte Adelheid Hauschopp-Francke (SPD) das Projekt. „Seit 2012 drängen wir auf bezahlbaren Wohnraum. Bis jetzt ist fast nix passiert“, so Hauschopp-Francke. Das könne sich jetzt ändern.

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Grün soll es werden rund um das Kastanienquartier. © Bartlewski, Mario

Durch die Bank erhielt das Projekt von allen Politikern Zustimmung- auch wenn Artur Reichert (FDP) das Gelände lieber verpachtet als verkauft gesehen hätte. Doch der knappe Zeitplan, der große Fortschritt und die von beiden Seiten festgelegten Konditionen sprachen aus Sicht der anderen Ausschuss-Mitglieder dagegen.

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Neben den Grundinformationen stellte die WBG noch weitere Umsetzungsideen vor. „Wir haben den Ort und die Infrastruktur genau angesehen“, sagte der ausführende Diplom-Ingenieur Christof Janoschka vom Büro Assmann. Deshalb setze man auf kleinere Formen.

Farblich setzten die Verantwortlichen beim Kastanienquartier auf warme Braun- und Beigetöne für die Außenwände, anthrazitfarbene Fensterelemente und Akzentfarben in den Außenanlagen.

TV Werne soll die Turnhalle der Wiehagenschule nutzen

Im Gegensatz zum alten Gebäude der Wiehagenschule soll die Turnhalle bestehen bleiben. Der TV Werne soll sie zukünftig nutzen. Aus diesem Grund hat die WBG die Turnhalle in ihre Planungen eingeschlossen. 13 Stellplätze soll es für die Nutzer der Turnhalle geben und eine Einfahrt über die Straße Eick.

Auch auf die Umwelt will die WBG bei der Umsetzung des Kastanienquartiers achten. Hier setzt man auf die Nutzung solarer Stromerzeugung, geothermischer Wärmegewinnung und nachhaltige Baustoffe.

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