Hilfsaktion geplatzt

Wunschbaum-Aktion abgesagt: 400 bedürftige Kinder in Werne gehen leer aus

Die Wunschbaum-Aktion sollte eigentlich am Dienstag, 16. November, starten. Doch kurzfristig musste Organisatorin Uta Leistentritt die beliebte Hilfsaktion absagen. 400 Kinder gehen damit leer aus.
Hauptorganisatorin Uta Leisentritt ist tief enttäuscht. Aus Datenschutzgründen muss sie die Wunschbaum-Aktion 2021 absagen. © Christophorus Gymnasium

Bei der Wunschbaum-Aktion, die es seit 12 Jahren in Werne gibt, können Bürger Geschenke für bedürftige Kinder von 0 bis 14 Jahren finanzieren. Die Familien, darunter viele Flüchtige, wurden vorher abgefragt, was welches Kind gerne hätte. Diese Wünsche werden dann anonymisiert auf einem Stern mit Nummer aufgeschrieben. Hilfsbereite Werner können sich einen oder mehrere Sterne vom Wunschbau nehmen und dieses Geschenk finanzieren.

Damit das Geschenk auch den richtigen Empfänger erreicht, gibt es eine Liste, in der der Nummer der Name und die Adresse zugeordnet ist. Uta Leisentritt: „Genau eine Person von uns hat Zugriff auf diese Liste.“ Und genau an dieser Stelle scheitert die Aktion in diesem Jahr. Denn die Kirchengemeinde St. Christophorus, in deren Pfarrheim am 13. Dezember die Ausgabe der Präsente geplant war, meldete Bedenken wegen des fehlenden Datenschutzes an diesem Prozedere an.

Uta Leisentritt, Hauptorganisatorin der von zahlreichen Gruppen und Ehrenamtlichen getragenen Aktion, ist stinksauer. „Wenn wir das eher gewusst hätten, hätten wir die Wunsch-Sterne mit einer Datenschutzerklärung versehen und wären auf der sicheren Seite gewesen.“ Das ließe sich jetzt nicht mehr nachholen. 400 bedürftige Kinder in Werne gehen damit leer aus.

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