Zugausfälle: Pendler ärgert fehlende Durchsage

Nach Streckensperrung

Pendler in Werne haben sich am Freitagmorgen darüber geärgert, dass sie von der Eurobahn nicht über Zugausfälle auf ihrer Strecke informiert worden waren. Rund zwei Stunden war die Strecke gesperrt, es fuhr kein Zug. Hintergrund war ein tödlicher Bahnunfall in Lünen.

WERNE/LÜNEN

, 01.04.2016, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die digitale Anzeigentafel am Werner Bahnhof war bis Donnerstag kaputt. Unbekannte hatten sie zerstört.

Die digitale Anzeigentafel am Werner Bahnhof war bis Donnerstag kaputt. Unbekannte hatten sie zerstört.

Gleich zwei verärgerte Bahnreisende haben sich am Freitag in unserer Redaktion gemeldet. Der eine hatte am Vormittag eine halbe Stunde, der andere sogar fast eine Stunde am Werner Bahnhof auf den Zug gewartet, der aber nicht kam. Die einzige Ansage, die es während dieser Zeit gegeben habe, habe gelautet: „Achtung, Zugberieb.“ Dabei war die Strecke in beiden Richtungen für zwei Stunden komplett gesperrt aus einem tragischen Grund: Der Zug hatte in Lünen eine 45-jährige Frau erfasst und getötet.

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„Ich finde es unglaublich, dass Sie es nicht für nötig halten, die Reisenden durch Ansagen und Laufschriften entsprechend zu informieren“, hat Prof. Dr. Andreas Heinecke, einer der verhinderten Bahnreisenden, kurz darauf an die Eurobahn geschrieben. Unserer Redaktion liegt eine Kopie des Schreibens vor.

Keine Rückmeldung von der Eurobahn

Warum es nicht möglich war, die Passagiere auf den Zugausfall hinzuweisen, damit sie einen anderen Weg zu ihrem Ziel hätten suchen können, blieb bis Freitagabend offen. Der zugesagte Rückruf der Geschäftsleitung der Eurobahn blieb aus.  

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